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„Ich komm da nicht mehr raus“

Sülbeck / Depression „Ich komm da nicht mehr raus“

„Einen Gottesdienst, der neue Perspektiven öffnen möchte“, hat das „Uptodate“- Team den Gemeindemitgliedern am gestrigen Sonntag geboten. Gespräche und Fragen halfen, dem heiklen Thema Depressionen auf den Grund zu gehen und deren Herkunft zu hinterfragen.

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Im Wechselgespräch: „Was sind eigentlich Depressionen?“

Quelle: svb

Sülbeck (svb). Um was es gehen würde, merkten die Gottesdienstbesucher ziemlich schnell, weil sie das Bild eines Menschen mit hängendem Kopf im Altarraum erwartete. Im Kontrast zu dem Bild erklang über die Lautsprecher leise das sorgenfreie Lied „Don’t worry, be happy“ – „Mach Dir keine Sorgen, sei einfach fröhlich“.

Einige Teammitglieder um Pfarrer Andreas Hecht richteten die ersten Fragen direkt an die Gemeinde – „Wie kommen sie in diesen Gottesdienst? Gehören Sie zu den Kandidaten, die zu Depressionen neigen?“ In dem folgenden Gespräch erfragte Hecht die Ursache von Depressionen und wie sie sich äußert.

Von Kopfschmerzen und Herzrasen bis hin zur körperlichen Starre und sogar Wahnvorstellungen, Depressionen äußern sich in vielen Erscheinungsformen. Manchmal werden sie durch den Tod von Freunden und Verwandten, durch die Trennung vom Lebenspartner, aber auch durch den Eintritt in den Ruhestand und veränderte Lebensumstände hervorgerufen.

Doch wie verhält man sich richtig, wenn man depressiv ist oder wenn ein nahe stehender Mensch betroffen ist? Hecht zeigte in seiner Predigt eine Schwierigkeit beim Umgang mit Depressionen auf. Er erkennt den Trend, dass oft alles „auf einen Begriff gebracht wird“. Wenn man einen Stempel draufdrückt, könne man es einfach in eine Schublade ablegen.

So würde die Behandlung von Depressionen Spezialisten anvertraut und „die Gesellschaft ist das Problem schön los“, meint er. Oft müsse man sich erst trauen zu fragen: „Wie geht es Dir?“ In einer Gemeinschaft, mit anderen Menschen, könne man sein Leben teilen.

„Eine Gemeinde kann Kräfte freisetzen und Ressourcen bereitstellen, damit man nicht erst in ein Loch fällt, aus dem man nicht mehr heraus kommt“, erklärte Hecht. Der Glaube könne eine Befähigung sein, mit krisenhaften Situationen umzugehen.

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