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Kampf dem Knöterich

Nabu räumt im Steinbruch auf Kampf dem Knöterich

Der Steinbruch ist nicht nur ein Refugium für Amphibien, wie die Gelbbauchunke, sondern auch für pflanzliche Eindringlinge, die eigentlich nicht zum Naturell des Naturschutzgebietes gehören. Deswegen hat sich die Nienstädter Nabu-Gruppe daran gemacht, die fremden Gewächse zurückzudrängen.

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Einsatz im Steinbruch: Gabi Hoffmann (von links), Winfried Meier und Melanie Bauermeister-Hoppe vom Nabu machen dem japanischen Knöterich den Garaus.  

Quelle: geb

LIEKWEGEN. „Der japanische Knöterich wurde als Zierpflanze importiert. Er wächst in ein paar Wochen bis zu drei Meter hoch und hat sich über die Gartenabfälle in der freien Natur verteilt“, erklärt der Ortsgruppenvorsitzende Winfried Meier. Wo sich der Knöterich verbreite, verdränge die invasive Art aber alles, was heimisch sei.

„Die Pferde des Wisentgeheges Springe, die hier ganzjährig als Landschaftspfleger gehalten werden, fressen die Pflanzen leider nicht“, sagt Meier. In den vergangenen vier Jahren habe sich der Knöterich zum Problem ausgewachsen. Selbst der Versuch, die Pflanzen auszugraben, habe die Verbreitung nicht stoppen können.

Ein weiterer Einwanderer habe sich sogar noch dazu gesellt: „Die kanadische Goldrute hat sich hier auf dem gleichen Weg ausgebreitet. Nur ist das jetzt nicht mehr rückgängig zu machen“, meint der Vorsitzende.

Damit die im Steinbruch lebenden Amphibien in ihrem Habitat weiterhin freie Flächen und genug Sonne vorfinden, müssen die Naturschützer mit viel Muskelkraft und Gartengerät zu Werke gehen. Zumindest gegen den „Japaner“ haben sie eine dauerhafte Strategie.

Nachdem die dicht beieinander stehenden vertrockneten Stauden abgeknickt und eingeebnet sind, wird ein sogenanntes Spezialschutzvlies darüber ausgebreitet, in das der Landkreis 600 Euro gesteckt hat. „Die Schösslinge können die Plane von unten nicht durchstechen und von oben lässt sie kein Sonnenlicht durch. Nach ein bis zwei Jahren müsste mit dem Knöterich theoretisch Schluss sein“, schätzt Meier.  geb

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