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Keine großen Sprünge möglich

Nachtragsetat Keine großen Sprünge möglich

Auch wenn sich die Zahlen in einigen Bereichen leicht verbessert haben: „Wir können keine großen Sprünge machen.“ In diesem Punkt ist sich der Nienstädter Gemeinderat einig gewesen.

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Nienstädt. Einstimmig haben die Ratsmitglieder den Nachtragsetat 2015 beschlossen, den Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann in der jüngsten Sitzung vorstellte.

 Aus dem Defizit im Ergebnishaushalt – für laufende Aufwendungen und Erträge – ist sogar ein leichter Überschuss von rund 3000 Euro geworden. Positiv haben sich dabei verminderte Abschreibungen und höhere Steuereinnahmen bemerkbar gemacht, erläuterte Wiechmann. Mehraufwendungen bedeuten auf der anderen Seite steigende Personalkosten im Bereich der Kinderbetreuung um drei Prozent aufgrund der laufenden Tarifverhandlungen. Teurer wurde auch die Bauunterhaltung im Kindergarten Liekwegen. Für die Neueinfassung des Sandkastens und einen Feuchtigkeitsschaden am Flachdach mussten weitere 18000 Euro bereitgestellt werden.

 Zudem merkte Ratsfrau Christiane Reckmann (SPD) positiv an, dass die Gemeinde künftig Zuweisungen vom Land bekomme, um die dritte Kraft im Kindergarten zu bezahlen. Bislang hatte die Kommune die Kosten „aus eigener Kraft gestemmt“.

 Der Landkreis hat den Haushalt genehmigt, sodass vorerst kein Sicherungskonzept nötig sei, sagte Wiechmann. Dennoch habe der Landkreis Bedenken, die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Gemeinde abschließend zu beurteilen, weil die Eröffnungsbilanzen noch ausstünden. Wie die Gemeindedirektorin zur Erleichterung der Ratsmitglieder mitteilte, steht die Prüfung der Bilanz aber kurz bevor: Am 16. November wird geprüft. „Da fällt mir ein Stein vom Herzen“, sagte Thomas Künzel (Grüne). Und Wolfgang Hoppe (CDU) gab zu bedenken: „Hoffentlich erleben wir da kein böses Erwachen.“ Vor dem Hintergrund der noch ausstehenden Prüfung hatte der Landkreis die Gemeinde gebeten, die Investitionen auf das Nötigste zu beschränken. Der Spielraum für Investitionen ist ohnehin geschrumpft. Der Überschuss im Finanzhaushalt musste um rund 50000 Euro nach unten korrigiert werden. Am Ende bleibt ein Minus von rund 30000 Euro, das im kommenden Jahr ausgeglichen werden müsse. kil

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