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Mehr Zeit für Sprache

Bundesprogramm für Kitas Mehr Zeit für Sprache

Von dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ profitiert auch die Kita in Sülbeck. Während die Einrichtung bereits seit März eine zusätzliche Sprachfachkraft vom Bund gefördert bekommt, wartet die Gemeinde Lindhorst noch auf eine Zusage, um ebenfalls in das Programm der Sprach-Kitas aufgenommen zu werden.

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Sprachfachkraft Stefanie Hille-Geveke (links) und Kita-Leiterin Peggy Jasbinschek sind stolz auf die Plakette zur Sprach-Kita.

Quelle: kil

NIENSTÄDT/LINDHORST. Die Gemeinden Helpsen und Seggebruch möchten für ihre Jüngsten mehr Sprachförderung und beantragen gerade die Aufnahme für die Krippe Spatzennest.

Mit dem Programm (siehe Kasten) will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sprachliche Bildung fest in den Alltag der Kitas integrieren.

Zeit für Recherchen

Die Sülbecker Kita steckt schon mittendrin. Seit März 2017 kümmert sich die Sprachfachkraft Stefanie Hille-Geveke ausschließlich um das Thema Sprachförderung. Wichtig: „Es handelt sich um eine zusätzliche Kraft“, sagt Kita-Leiterin Peggy Jasbinschek. Hille-Geveke soll nämlich nicht als Springerin ausgenutzt werden oder andere Arbeiten erledigen, sondern sich wirklich intensiv mit Sprachbildung auseinandersetzen. „Mit Zeit und Ruhe“, schildert die Sprachfachkraft, die als ausgebildete Erzieherin mit einer Zusatz-Qualifikation für den Bereich Sprache bereits bei der Samtgemeinde angestellt war.

Ihre Aufgabe ist es, das Team zu qualifizieren, Sprache in den Alltag zu integrieren. Es gehe nicht darum, Kinder mit sprachlichen Defiziten für ein paar Stunden aus der Gruppe herauszunehmen und zu fördern. „Sprachbildung soll im täglichen Kita-Betrieb spielerisch stattfinden.“ Es gehe dabei nicht allein um Kinder mit Migrationshintergrund. Viele Kinder hätten Schwierigkeiten, zu erklären, was sie auf einem Bild sehen. Es mangele oft an Fantasie und Ausdruck. „Darum haben wir uns dafür entschieden, uns als Schwerpunkt das Bilderbuch zu setzen“, sagt Hille-Geveke.

Bilderbücher als Chance

Es sei deutlich zu spüren, dass Bücher und Lesen zu Hause keinen so großen Stellenwert mehr haben, so die Kita-Leiterin. „Dabei kann man mit Bildern so viel an Sprache entdecken“, so die Sprachfachkraft. „Bücher sind so wichtig.“ Und bei den Kindern komme das Konzept, das sich langsam entwickelt, gut an.

„Sie wissen dann schon, die Sprach-Steffi kommt“, sagt sie lachend. Zudem hat das Team bereits eine Sprachwerkstatt eingerichtet, in der sich bis zu drei Kinder zusammen mal ganz in Ruhe mit Bilder-Teppichen, Büchern und mehr beschäftigen können. Außerdem sei ein Bücherei-Projekt gestartet, bei dem eine Gruppe einmal die Woche die Samtgemeindebücherei in der IGS Helpsen besucht. kil

Kasten

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas:

Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ist im Januar 2016 gestartet. Mit der Verdoppelung der Mittel ab 2017 können insgesamt bis zu 7000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen geschaffen werden. Die zusätzliche Fachkraft unterstützt das Kita-Team mit 20 Stunden pro Woche in den Bereichen inklusive Pädagogik, Zusammenarbeit mit den Familien und alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit. Von 2016 bis 2019 stellt der Bund insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung.
Mehr Informationen gibt es auf www.fruehe-chancen.de/sprach-kitas.

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