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Menschlicher Glücksbringer

Johannes Vogel ist Schornsteinfegermeister Menschlicher Glücksbringer

Wenn er mit Kehrbesen und schwarzem Anzug an der Tür klingelt, freuen sich die meisten Menschen: „Da kommt der Glücksbringer“, sagen sie. Johannes Vogel kennt das nur zu gut. Der 23-jährige Liekweger zählt zu den jüngsten Schornsteinfegermeistern in Deutschland.

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Den Kehrbesen über der Schulter, den Zylinder auf dem Kopf: Johannes Vogel ist einer der jüngsten Schornsteinfegermeister.

Quelle: kil

Liekwegen. Einen Schornsteinfeger zu berühren, bringt Glück. Dieser Aberglaube ist auch heute noch weitverbreitet, weiß Vogel aus Erfahrung. Und zwar nicht nur an Neujahr, sondern 365 Tage im Jahr. „Manche glauben auch, dass es Glück bringt, einen meiner Knöpfe anzufassen“, sagt der 23-Jährige. Andere wollen einen Rauchkehrer sogar umarmen, damit das Glück auf sie abfärbt.

Doch woher kommt dieser Volksglaube? Der Gedanke geht bis ins Mittelalter zurück. Wenn damals ein Feuer in den Holzhäusern ausbrach, lag das oft am Schornstein. Denn war der Abzug durch Ruß verstopft, sammelten sich giftige Gase im Raum, sodass sich ein Feuer entzünden konnte. Darum, so heißt es, war man froh, wenn der Schornsteinfeger kam, um den Kamin zu reinigen und damit für Sicherheit zu sorgen.

Eine anderer Volksglaube besagt, dass der Schornsteinfeger mit seiner schwarzen Kleidung an den Teufel erinnert. So wurde ihm die Fähigkeit zugeschrieben, den Satan selbst oder aber mit dessen Hilfe andere Geister bannen zu können. Das machte ihn zum Glücksbringer und den Ruß, den er mitbringt, zum Schutz gegen Krankheiten und andere Gefahren.

Warum der Schornsteinfeger vor allem an Neujahr ein Glückssymbol ist? Früher verteilten die Rauchkehrer an diesem Termin ihre Jahresrechnung. So waren sie häufig die ersten Neujahrs-Gratulanten. kil

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