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Mit Kameras durchs einsturzgefährdete Haus

Stemmen / Baupfusch Mit Kameras durchs einsturzgefährdete Haus

Im einsturzgefährdeten Haus der Familie Palutzki in Stemmen ist am Mittwoch jede Menge los gewesen. Zwei Fernsehteams waren vor Ort, um den Baupfusch und das Schicksal der Bauherren einzufangen. Die Anspannung und die Aufregung vor den Fernsehaufnahmen waren den Palutzkis deutlich anzumerken. Nachdem der NDR alles im Kasten hatte, machte sich das Team von 17.30 Uhr Sat 1 Regional an die Arbeit.

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Thorsten Palutzki zeigt dem Fernsehteam bei laufender Kamera die Mängel und Schäden in seinem ehemaligen Zuhause.

Quelle: kil

Stemmen (kil). Als die Palutzkis fertig verkabelt sind, lässt das vierköpfige Fernsehteam mit Kamera und Mikrofon ausgestattet das Schild „Einsturzgefahr – Betreten verboten“ hinter sich. Die Eheleute Thorsten und Skadi Palutzki führen das Team durch das unbewohnte Haus und leiten sie von einem Statikfehler zum nächsten. „In jedem Raum gibt es Risse“, sagt der Bauherr. Vereinzelte Bilder, Kuscheltiere und Spielzeug erinnern im Inneren noch an die Zeit, in der die Familie ahnungslos in ihrem Neubau wohnte.

Von außen wirkt das Haus relativ normal. Erst im Inneren werden die Schäden sichtbar. Schäden, für die die Palutzkis den Architekten verantwortlich machen, der den Eheleuten zufolge noch immer keinerlei Zugeständnisse mache und sämtliche Schuld von sich weise. Das Kamerateam hält alles fest. Jeden Riss, jeden Wasserschaden. Der Bauherr berichtet dem Produktionsteam von „wandernden“ und „schwebenden“ Wänden“, abgesenkten Bodenplatten und fingerdicken Dehnungsfugen. „Es knackt, es knistert, und es knallt im Haus“, beschreibt die Bauherrin die Zustände, die ihr deutlich Angst machen.

Vor der Kamera macht sie ihrem Frust und ihrer Verzweiflung Luft. Was fühlt sie, wenn sie jetzt an das Haus denkt? „Trauer, Schock. Ich bin mit den Nerven am Ende“, sagt sie im Interview. „Die Kinder sind hier groß geworden. Es war unser Zuhause. Jetzt ist alles kaputt.“

Für morgen hat sich bereits ein weiteres Fernsehteam angemeldet. Entspannen können sich die Palutzkis also noch lange nicht. Die Fernsehteams wollen nach eigenen Aussagen auch die übrigen Beteiligten der Baupfusch-Geschichte einbinden. Während der NDR ein telefonisches Interview mit dem Architekten bekommen hat, habe das Sat-1-Team zwei Absagen erhalten. Eine Stellungnahme der Versicherung sei ihnen jedoch zugesichert worden. Außerdem gaben sie an, für heute, Freitag, einen Dreh beim städtischen Bauamt geplant zu haben. Wann die Geschichte der Palutzkis im Fernsehen gesendet wird, steht noch nicht fest.

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