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Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Fahndungserfolg Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Der Nienstädter Brandstifter kommt vermutlich aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr.

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Nur einer von vielen Bränden: In Hespe brannte ein Schuppen neben einem Supermarkt.

Quelle: Archiv

SAMTGEMEINDE NIENSTÄDT. Die Polizei hat am Freitag einen 23-jährigen Mann festgenommen, der unter dem dringenden Tatverdacht steht, für mehrere Brandstiftungen in der Samtgemeinde Nienstädt verantwortlich zu sein. Wegen Wiederholungsgefahr sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft.

Die Nienstädter Bürger dürften nach dieser Nachricht aufatmen. Insgesamt 13-mal hatte es in den vergangenen zwei Monaten in der Samtgemeinde gebrannt. Fünfmal brannten Autos, die übrigen Brände betrafen Hecken, Strohballen, Carports und in einem Fall sogar ein Holzhaus. Verletzte gab es zum Glück nicht.

Der Anfangsverdacht gegen den 23-Jährigen, der nach SN-Informationen in einer Ortsfeuerwehr der Samtgemeinde aktiv ist, hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Laufe des vergangenen Freitags erhärtet. Aufgrund eines entscheidenden Hinweises hatte die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung beim Verdächtigen angeordnet. Dem Vernehmen nach nahmen die Beamten den jungen Mann auf seiner Arbeitsstätte fest. Während der Durchsuchung habe der Feuerwehrmann dann gestanden. Allerdings räumt der Festgenommene nur einen Teil der Brände ein – und zwar die angezündeten Autos.

Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig geht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings davon aus, dass auch die übrigen Brände der Nienstädter Serie auf das Konto des 23-Jährigen gehen. Vollkommen ausschließen kann er Trittbrettfahrer oder weitere Täter aber nicht.

Womit sich der mutmaßliche Brandstifter verraten hat und was die Beamten bei der Hausdurchsuchung gefunden haben, dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft aufgrund der noch laufenden Ermittlungen nicht äußern. Nach SN-Informationen soll der junge Mann die Brände mithilfe von Kerosin gelegt haben. Wie er an diesen Brandbeschleuniger gekommen ist, ist unklar.

Nach der Hausdurchsuchung wurde der Tatverdächtige noch am Sonnabend dem Haftrichter beim Amtsgericht Stadthagen vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den Mann.

Erleichtert über den Fahndungserfolg zeigt sich der Leiter des Polizeikommissariats Bückeburg, Werner Steding. Er hebt hervor, dass das polizeiliche Ermittlungsergebnis „durch die gute Teamarbeit aller beteiligten Beamten erreicht werden konnte“. Zudem dankt er der Bevölkerung für diverse Hinweise und der Feuerwehr für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

Dass der Brandstifter aus den eigenen Reihen kommt, weckt bei vielen Schaumburger Feuerwehrleuten böse Erinnerungen, denn schon vor sechs Jahren hatte ein Kamerad in der Samtgemeinde gezündelt (siehe Kasten). Sprüche wie „War ja klar, dass das einer von euch war“ kennt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote daher gut. „Ich bedaure, dass der Täter aus der Feuerwehr kommt“, sagte Grote im SN-Gespräch. Keine Frage, dass solche Fälle einen Imageschaden für die Feuerwehr in der breiten Öffentlichkeit bedeuten, meint er.   kil, vin

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Ähnlicher Fall vor sechs Jahren

Vor sechs Jahren hat es in der Samtgemeinde Nienstädt schon einmal eine Brandserie gegeben. Mehr als 30 Feuer in vier Monaten hielten die Ermittler damals auf Trab. Schließlich ertappten die Beamten den Feuerteufel auf frischer Tat. Es handelte sich um einen 18-jährigen Mann, der ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sülbeck war. Schon bei der ersten Vernehmung räumte der Verdächtigte die Taten ein. In den meisten Fällen hatte der Brandstifter Altkleidercontainer und Papiertonnen angezündet. Der traurige Höhepunkt der Serie war der Brand eines Pferdestalls, bei dem zwei Pferde starben. http://www.sn-online.de/Schaumburg/Nienstaedt/Nienstaedt/Feuerteufel-ist-Feuerwehrmann

 

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