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Nach Großbrand: Warten auf den Abriss

Geschäftsführer wollen Produktionshalle wieder aufbauen Nach Großbrand: Warten auf den Abriss

Gut zwei Monate nach dem Großbrand in der Produktions- und Lagerhalle der Firma „K&B Industrieservice“ nimmt das Unternehmen im Gewerbegebiet langsam wieder Fahrt auf – auch, wenn der Schock immer noch tief sitzt.

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Der linke untere Teil des Gebäudes blieb dank der Brandschutzwand vom Feuer verschont. Dort ist auch jetzt noch provisorisch die Verwaltung von „K&B“ untergebracht.

Quelle: kil

Nienstädt. „Wir haben fast alle Mitarbeiter wieder in Arbeit“, berichtet Dieter Koller, der seit 2003 zusammen mit Frank Bär die Geschäftsleitung bildet.

 Seit dem laufenden Monat macht das Unternehmen für Ultraschallreinigung und chemische Entrostung wieder Umsätze. Um die Produktion wieder aufnehmen zu können, hat „K&B“ eine Halle in Obernkirchen mieten müssen – „hoffentlich nur für den Übergang“, heißt es von der Geschäftsleitung. Die Nienstädter Halle, die am 19. Dezember – vermutlich wegen eines technischen Defekts – Feuer fing, gleicht einer Ruine und soll so schnell wie möglich abgerissen werden. „Wir warten noch auf das Gutachten der Versicherung“, erklärt Koller. Solange muss das Unternehmen noch geduldig sein. Wenn alles geklärt ist, da sind sich die Geschäftsführer einig, soll die Halle wieder aufgebaut werden.

 Den Schaden, den das Feuer im Dezember verursacht hat, schätzen Koller und Bär auf rund zwei Millionen Euro. Auch einige Kunden hat „K&B“ durch den Brand verloren. Als Koller von dem Feuer benachrichtigt wurde, war er gerade in Hannover, um einen großen Kunden an Land zu ziehen. Das hatte sich mit dem Brand natürlich erledigt, erzählt Koller. Er erinnert sich noch gut daran, wie er mit zittrigen Knien von Hannover nach Nienstädt gefahren und schon von Weitem von den dunklen Rauchwolken alarmiert worden war.

 Die ersten Wochen nach dem Vorfall stand erstmal alles still, denn mit der Halle wurden auch alle wichtigen Maschinen, Materialien und Werkzeuge zerstört, die für das laufende Geschäft nötig seien. Nur die angrenzenden Verwaltungs- und Büroräume, die durch eine Brandschutzwand abgetrennt waren, blieben größtenteils vom Feuer verschont. Dort verbrachten die Geschäftsführer die ersten Tage nach dem Unglück ohne Strom, Gas und Wasser, und versuchten zu retten, was zu retten war. „Wir saßen da im Wintermantel ohne Heizung und um 15.30 Uhr war Schluss, weil wir kein Licht mehr hatten.“

 Mittlerweile hat „K&B“ etwa 65 Prozent der Kunden wieder gewonnen – und man hofft darauf, noch mindestens weitere 20 Prozent in den nächsten Wochen und Monaten wieder an Land ziehen zu können. kil

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