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Nienstädt Nicht alle Wünsche werden wahr
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Nicht alle Wünsche werden wahr
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12:15 11.12.2017
SAMTGEMEINDE NIENSTÄDt

Das Grundproblem: Schulleiter Helmut Quander versucht das Beste für seine Schule herauszuschlagen, die Politiker haben die Zahlen im Blick.„Unser Geld ist endlich“, versuchte Daniela Möhlenbrock (SPD) in einem recht hitzigen Wortgefecht mit Quander klarzustellen.

Mängel bei den Toiletten

Außer Frage stand die Anschaffung neuer Tische und Stühle für zwei Klassen. Seit 2013 wurden bereits sechs Klassensätze ausgetauscht. Für 2018 sind dafür wieder 17000 Euro im Etat eingestellt, sagte Sandra Wiechmann, Allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters. Zudem sind 30000 Euro für die Sanierung der Toiletten eingeplant. Allerdings reicht das Geld zunächst nur für einen Toilettentrakt und nicht für alle, wie Quander forderte. „Die Toiletten sind bei einer Schulinspektion 2006 schon bemängelt worden“, betonte er.

Auch für Inklusion stellt die Samtgemeinde Geld bereit. 2017 hatte die Kommune 80000 Euro eingestellt, um für einen Fahrstuhl zu sparen. Da jedoch die Heizung der Schule kaputt ging, wurde dieser Betrag auf 35000 Euro korrigiert. Darum werden 2018 nun erneut 80000 Euro veranschlagt. Ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Inklusion sollen 5000 Euro Planungskosten für den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle in Nienstädt locker gemacht werden. Wiechmann hofft, 2019 den Förderantrag stellen zu können, und 90 Prozent vom Landkreis für diese Maßnahme erhalten.

Mehr Sicherheit gewünscht

Weitere Wünsche von Quander betrafen zum Beispiel die Sanierung der abgenutzten Werktische sowie einige neue Regale und Schränke, Gardinen für Klassenräume mit Whiteboards – für eine bessere Sicht – sowie die Pflasterung des Parkplatzes an der Lindenstraße sowie die Anschaffung von Garderoben-Stahlregalen in den Fluren, damit die Jacken und Schuhe nicht mehr wild umherfliegen. Weiterhin griff er seinen Wunsch des Vorjahres wieder auf, für mehr Sicherheit an den beiden Schulstandorten zu sorgen und unter anderem eine Videokamera in den Eingangsbereichen zu installieren. Wiechmann: „In die Schule kommt ohnehin niemand ohne Schlüssel hinein.“

Die Politiker befanden nach der Besichtigung der Nienstädter Schule sowie aufgrund der Haushaltslage, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Auf der Prioritätenliste stehen auf Platz 1 die Toiletten, auf Platz 2 Gardinen für Klassenräume, gefolgt vom Abschleifen der Werktische und neuen Schränken und Garderoben-Regalen. kil