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Nienstädter müssen nach Obernkirchen

Keine Pakethinterlegung mehr Nienstädter müssen nach Obernkirchen

Wer in Nienstädt nicht zu Hause ist, wenn die Post ein Paket abliefert, muss bis zur Postfiliale in Obernkirchen fahren, um es abzuholen. Darüber hat sich ein Bürger der Gemeinde Nienstädt beklagt. „Und das in der Vorweihnachtszeit, wo so viele Pakete verschickt werden“, sagt er.

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Besonders in der Vorweihnachtszeit sind zahlreiche Pakete im Umlauf.

Quelle: dpa

NIENSTÄDT. Bis Ende Juli wurden nicht zustellbare Pakete bei der Postfiliale im I-Punkt-Wohndesign im Nienstädter Gewerbegebiet abgeliefert und lagen dort zu den Öffnungszeiten des Geschäftes bereit. Seit August ist das anders: Denn nachdem der Geschäftsführer des I-Punkts die Postfiliale nach rund zwölf Jahren als Betreiber abgegeben hat – es habe sich für ihn nicht mehr gerechnet – ist die Deutsche Post mit ihrer Servicestelle nur noch Mieter in seinem Laden. Folglich sind die Öffnungszeiten jetzt deutlich eingeschränkt. Geöffnet ist die Poststelle nur noch Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr und Sonnabend von 10 bis 13 Uhr.

Der Nienstädter Bürger ärgert sich darüber, dass man jetzt den ganzen Weg nach Obernkirche fahren muss, obwohl das Postauto doch sowieso in Nienstädt unterwegs ist, um die Post auszufahren.

Zeiten passen nicht zusammen

Ein Pressesprecher der Deutschen Post teilt auf Anfrage mit, dass die Öffnungszeiten der Nienstädter Filiale nicht kompatibel mit den Zeiten seien, in denen die Zusteller unterwegs sind. Diese „Zwischenlösung“ sei sicher „nicht ideal“, gibt der Unternehmenssprecher zu. „Es lässt sich aus organisatorischen Gründen aber nicht anders lösen.“ Jedenfalls nicht, solange sich kein Einzelhändler in Nienstädt finde, der bereit sei, die Filiale zu seinen regulären Öffnungszeiten zu betreiben. Diese Chancen dafür hält der Sprecher momentan für nicht sehr groß.

Die Postfiliale in Obernkirchen betreibt seit 2009 Thomas Hünerbein parallel zu seinem Eisenwarenhandel. Er bekommt den Unmut der Nienstädter über die weiten Wege durchaus zu spüren. Aber noch sei der zusätzliche Kundenverkehr händelbar. Wie es sich entwickelt, wenn Weihnachten näherrückt, sei zwar nicht abzusehen, aber irgendwann seien wohl auch seine Kapazitäten erschöpft. Für ihn ist klar: Das ist kein Dauerzustand, meint er und hofft, dass die Post bald eine andere Lösung findet. kil

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