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Ortsumgehung im Entwurf für Bundesverkehrswegeplan

Weiter in der Warteschleife Ortsumgehung im Entwurf für Bundesverkehrswegeplan

Statt in Jubelstimmung auszubrechen, haben die Nienstädter eher verhalten auf den aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) reagiert. Die seit rund 25 Jahren geforderte Ortsumgehung von Nienstädt ist zwar erneut im Plan aufgeführt. Doch ob die Entlastungsstraße tatsächlich umgesetzt wird, ist weiter offen.

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Ob die Entlastungsstraße (blaue Linie) zwischen Kirchhorsten und Sülbeck tatsächlich gebaut wird, ist nach wie vor unklar.

Quelle: BKG 2013

Nienstädt.  „Wir begrüßen das“, betont Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz zur erneuten Aufnahme der Ortsumgehung in den BVWP. Gleichzeitig erklärt er: „Aber vermutlich sind wir weiter in der Warteschleife.“ Der Grund: Jedes Straßenbauprojekt wird hinsichtlich seiner Kosten und seiner wirtschaftlichen und verkehrlichen Nutzen bewertet. Je niedriger die Bewertungszahl, desto geringer ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis und damit sinkt auch die Chance auf Realisierung. „Wir haben eine 7,1, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass nur alles über 10 auch wirklich sicher ist“, sagt Köritz.

 Auch Bürgermeister Gerhard Widdel schildert, dass die Erwartungshaltung der Nienstädter in Sachen Ortsumgehung „abgesackt“ ist. Das Projekt sei seit 15 Jahren im BVWP – ohne Ergebnis. Trotzdem ist sich der SPD-Politiker sicher, dass 80 Prozent der Einwohner und der Großteil der Ratspolitiker dem Bau der zweispurigen Trasse positiv gegenüberstehen. Schließlich schlage die B65 eine Schneise durch Nienstädt und Sülbeck, und von den 25000 Autos pro Tag würden erhebliche Gefährdungen der Schulkinder ausgehen. Es komme oft vor, betont Widdel, dass Schulkinder und Schülerlotsen springen müssen, weil Autofahrer über rote Ampeln brettern. „Die Umgehung wäre eine Erlösung“, ist sich der Bürgermeister sicher.

 Seit 2005 liegen recht genaue Pläne zur Trassenführung vor. Sie würde im Osten an die Stadthäger Ortsumgehung anknüpfen, zwischen Kirchhorsten und Sülbeck entlangführen und im Südwesten an der Aral-Tankstelle in Gelldorf wieder auf die B65 treffen. Im Entwurf des Verkehrswegeplans geht der Bund davon aus, dass die 5,5 Kilometer lange Entlastungsstrecke rund 23 Millionen Euro kostet, die der Bund finanziert.

 Wie Widdel und Köritz ankündigen, werden sich jetzt die Fraktionen von Samtgemeinde- und Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen. „Dann bekommen wir ein neues Stimmungsbild und können Stellung zum Projekt nehmen“, so Widdel. Auch die Nienstädter Bürger können ihre Stellungnahme zur Ortsumgehung abgeben. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist noch bis zum 2. Mai über das Internetportal des Verkehrsministeriums möglich.

Von Katharina Grimpe

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