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Nienstädt Radschnellweg statt Bundesstraße
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Radschnellweg statt Bundesstraße
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00:17 02.08.2018
Die SPD-Fraktion kann sich vorstellen, die B65 in Nienstädt nach dem Bau einer Umgehung attraktiver für Radfahrer zu gestalten. Quelle: kil
Nienstädt

Über die Umgestaltung wolle die SPD-Ratsfraktion intensiv mit den Bürgern diskutieren.

Eine Rückstufung der Trasse auf eine Landes- oder Kreisstraße würde unausweichlich sein. Radfahrer und Fußgänger sollten mehr Beachtung und damit mehr Platz erhalten. „Warum nicht ein Radschnellweg mit Weiterführung in Richtung Stadthagen, Obernkirchen und Bückeburg?“, fragt die SPD. Zudem gehe es darum, einen sicheren Schulweg für dir Grundschüler zu schaffen, so Christiane Reckmann, Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Gestaltung mit Bürgern besprechen

Über die Unterstützung der Landes- und Bundesabgeordneten seien die Sozialdemokraten dankbar. „Anerkannt wird ebenso die große unakzeptable Verkehrsbelastung der jetzigen Ortsdurchfahrt“, heißt es. Während die Bürgerinitiative (BI) gegen den Bau der Umgehung die fehlende Gesprächsbereitschaft der SPD beklagt, heißt es: „Über diese neue Trasse der Umgehung und ihre Gestaltung im Detail hat der SPD-Samtgemeindeverband Nienstädt in seiner Resolution bereits einen Dialog mit Anliegern angeboten.“

Einen Dialog, wie von der BI gefordert, „über eine Verhinderung der Umgehung auf Kosten der Nienstädter zum Erhalt des ungetrübten Landschaftsbildes und im Eigentum befindlicher landwirtschaftlichen Flächen“, werde es nicht geben, erklärt Reckmann.

Seit 1986 im Dialog

Die Sozialdemokratin macht deutlich, dass die SPD-Fraktion seit 1986 im Dialog mit den Nienstädtern stehe – und zwar zu den Themen Verkehrssicherheit auf der B 65, Lärmschutz und Umgehungsstraße. Von den Wählern sei dies „durch gute Wahlergebnisse honoriert“ worden. Die Verkehrssicherheit sei etwa durch Linksabbiegerspuren, zusätzliche Ampelanlagen und Querungshilfen erhöht worden.

Der Kreistag habe nach „einem breiten öffentlichen Verfahren“ mit großer Mehrheit 2006 den Korridor für die Umgehung im Landesraumordnungsprogramm festgelegt, erinnert Reckmann.  Von Kirsten Elschner