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Nienstädt Schulschluss für Helmut Quander
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Schulschluss für Helmut Quander
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00:18 24.06.2018
Die Schüler sagen „Tschüss“ und verabschieden Helmut Quander mit Gesang und Tanz in den Ruhestand. Quelle: kil
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Nienstädt

Mit herzlichen Worten, Tanz, Gesang und Geschenken verabschiedeten sich Kollegen, Schüler und Gäste von ihrem Rektor.

Falk Beckhausen, Vertreter der Landeschulbehörde, lobte Quanders großes Engagement für die Grundschule: Quander gehe zwar in den Ruhestand, werde aber keinesfalls in Vergessenheit geraten, sagte Beckhausen und unterstrich seine Anerkennung mit einem Zitat von Albert Schweitzer: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“

Bevor der Rektor im August 2004 das Ruder der Nienstädter Grundschule in die Hand nahm, war er an mehreren Schulen – teils in leitender Funktion – tätig gewesen. Der gebürtige Lüdersfelder absolvierte sein Abitur am Ratsgymnasium Stadthagen, leistete anschließend seinen Wehrdienst ab, bevor er in Hannover Sport, Deutsch und katholische Religion studierte.

Nach dem Staatsexamen sammelte er erste praktische Erfahrungen als Lehrer an der Grundschule in Pollhagen, wo er auch sein Referendariat erfolgreich abschloss. Anschließend ging es an diverse Hauptschulen und Orientierungsstufen in Hessisch-Oldendorf, Stadthagen und Bad Nenndorf.

18 Partner gewonnen

In den 14 Jahren, die Quander in Nienstädt verbrachte, habe er die Schule „zu dem gemacht, was sie jetzt ist“, lobte Beckhausen. Er habe sich für Lesekompetenz, Neue Medien und Hochbegabtenförderung stark gemacht, 18 Kooperationspartner ins Boot geholt und natürlich seine sportliche Begeisterung auch ins Schulleben integriert.

Das war auch bei der Verabschiedungsfeier zu spüren: „Wir beweisen euch jetzt, dass wir eine sportfreundliche Grundschule sind“, sagten die Schüler und legten eine sportliche Tanzvorführung aufs Parkett – Applaus, Beweis geglückt.

Auch Vertreter aus Samtgemeinde, Personal- und Schulelternrat dankten Quander für eine kooperative und konstruktive Zusammenarbeit und wünschten ihm alles Gute für den Ruhestand. Wobei Beckhausen anmerkte: „Nichtstun macht ja eigentlich nur Spaß, wenn man viel zu tun hat.“

Schülerexpress will's wissen

Die Reporter der Schülerzeitung wollten von Quander wissen: „Was machen Sie im Ruhestand?“ Diese Frage ließ der Rektor allerdings unbeantwortet, das habe er seiner Frau versprochen. „Und was ist ihr größtes Ziel das sie an der Schule erreicht haben?“ Quander: „Das gute Schulklima, was uns alle beflügelt.“

In seiner Rede ging der Schulleiter auch auf Veränderungen der letzten 14 Jahre ein. „An digitales Lernen hat 1980 noch niemand gedacht.“ Heute gebe es interaktive Whiteboards und „in drei bis fünf Jahren werden unsere Grundschüler mit einem Tablet zur Schule kommen“. Schwere Bücher müsse dann kein Kind mehr schleppen – sofern der Datenschutz dem nicht in die Quere komme, scherzte der scheidende Schulleiter. kil

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