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Seinen Sarg beim Namen kennen

Sülbeck Seinen Sarg beim Namen kennen

Lange blonde Haare, zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, dunkle Kleidung und ein lockeres Mundwerk – an einen Pfarrer denken wohl die wenigsten Menschen, wenn sie Ingmar Maybach zum ersten Mal begegnen. Unterwegs als Kirchenkabarettist ist der Pfarrer aus Ueberau in Südhessen am Sonntag im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Sülbeck aufgetreten, Lachmuskelschmerzen inklusive.

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Der Kabarettist Ingmar Maybach strapaziert die Lach- und Bauchmuskeln der Besucher und seiner freiwilligen Helfer auf der Bühne.

Quelle: mak

Sülbeck.  Mit der Aussage, dass die Kirche mehr Mut zum Personenkult benötige, eröffnete Maybach sein Programm. „Die Begrüßung wiederholen wir noch mal, dieses Mal mit lauten Ingmar-Rufen, und alle Frauen unter 60 bitte ich um hysterisches Fangekreische“, forderte der Kabarettist.

 Nach dem gelungenen zweiten Versuch stieg Maybach sofort in das erste Thema ein, mit dem sich vor allem Pastoren verbunden fühlen: das große Sonnabendnacht-Leiden, wenn um 4 Uhr in der Früh die Predigt noch immer nicht fertig ist.

 „Ich habe ja überlegt, mich selbstständig zu machen, um diese Plage zu übergehen“, sagte der Pfarrer, grinste verschmitzt und hielt einen Ikea-Katalog in den Händen. Der richtige Partner für die Halbierung der Beerdigungskosten: „Pietät ist dabei sehr wichtig – sowie der Beziehungsaufbau zu den Möbeln“, wie Maybach betonte. Sterben wäre doch nur halb so bedrückend, würde man seinen Sarg beim Vornamen kennen. „Ich denke dabei an Modelle wie ‚Ruhe‘, ‚Frieden‘ – und das Billigmodell heißt einfach ,Tod‘.“

 Mit Kalauern wie diesen hatte Maybach die Lacher kontinuierlich auf seiner Seite. Auch eine schwebende Angela Merkel über den zwei Engeln der Sixtinischen Kapelle thematisierte der Geistliche und wählte für seinen Sketch zwei mehr oder weniger Freiwillige, unter anderem Sülbecks Pastor Jens Hauschild, aus dem Publikum aus. mak

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