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Stimmen gehen nicht verloren

Niedernwöhren / SPD Stimmen gehen nicht verloren

Der Tod von Bürgermeister Klaus Seehausen kurz vor der Kommunalwahl hat nach Trauer und Bestürzung in der Gemeinde und der Samtgemeinde Niedernwöhren auch Verwirrung ausgelöst. Zahlreiche Bürger fragen sich, was mit ihren bereits per Briefwahl abgegebenen Stimmen passiert und ob es neue Stimmzettel für die Wahl am kommenden Sonntag gibt.

Niedernwöhren (gus). Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke hat, nachdem sich die Anfragen im Rathaus häuften, dazu Folgendes mitgeteilt: „Die bisher mit der Briefwahl abgegebenen Stimmen für Klaus Seehausen für die Gemeinderats-, Samtgemeinderats- oder Kreistagswahl gehen nicht verloren. Sie werden bei der Sitzverteilung im Gemeinde- und Samtgemeinderat sowie für den Kreistag für die Gesamtstimmen der SPD bei den drei Wahlen voll berücksichtigt.“

Dies gelte auch für Stimmen, die noch am Wahlsonntag für Klaus Seehausen abgegeben werden. Außerdem schreibe das Wahlgesetz vor, dass keine neuen Stimmzettel gedruckt werden. „Sein Name darf auch nicht auf dem Stimmzettel gestrichen werden“, so Anke.

Damit ist es sogar auch möglich, dass zahlreiche Niedernwöhrener als Respektbekundung ihr Kreuz bei Klaus Seehausen machen und ihm ein nachträgliches Gedenken zuteil werden lassen. Bei der Auszählung bekommt die SPD dann entsprechend der Gesamtzahl an Stimmen ihre Sitze in den betreffenden Gremien zugeteilt, für Klaus Seehausen rücken dann andere Sozialdemokraten in der Reihenfolge ihrer Stimmergebnisse nach.

Auf die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Niedernwöhren hat der Wahlgang am Sonntag ohnehin nur indirekten, wenn auch richtungweisenden Einfluss. Es ist keineswegs so, dass derjenige, der dabei die meisten Stimmen auf sich vereinigt, neuer Bürgermeister wird. Der neue Gemeinderat muss nach seiner Konstituierung den neuen Bürgermeister aus seiner Mitte heraus bestimmen. Wer dies sein wird, ist derzeit noch völlig offen.

Für den Fall, dass die Niedernwöhrener Sozialdemokraten erneut die Mehrheit in dem Gremium stellen, will sich die Fraktion beziehungsweise der Ortsverein beizeiten überlegen, wer Klaus Seehausens Nachfolger werden soll. „Zu ersetzen ist er ohnehin nicht“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Neuber, auf Anfrage dieser Zeitung. An diese Personalie habe man aber bisher noch gar keinen Gedanken verschwenden können.

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