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Treffen des Helferkreises für Flüchtlinge

Mit Händen, Füßen und Kuchengabeln Treffen des Helferkreises für Flüchtlinge

„Es ist unglaublich, was hier an ehrenamtlicher Arbeit passiert ist.“ Thorsten Bockisch, Koordinator der Flüchtlingshilfe in der Gemeinde Nienstädt, hat die Aktivitäten des vergangenen Monats gelobt. 60 Bürger unterschiedlicher Generationen engagieren sich auf unterschiedliche Weise für die Asylsuchenden – vom Fahrdienst über Arztbesuche bis hin zum Deutschunterricht.

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Nienstädt. Beim dritten Treffen der Ehrenamtlichen tauschten sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und anstehende Aktivitäten aus. Probleme kamen dabei kaum auf den Tisch. „Das zeigt doch, dass es läuft“, freute sich Bokisch. Der Nienstädter hat sich bereit erklärt, auch künftig in der Koordination des Helferkreises mitzuwirken. Die offizielle Leitung übernimmt Pastor Jens Hausschild, der das letzte Cafe International Revue passieren ließ, bei dem sich die Besucher „mit Händen, Füßen und Kuchengabeln“ gut verstanden hätten. Auch die Kinderbetreuung sei gut gelaufen. Die Arbeit der Ehrenamtlichen gliedert sich grob in drei Bereiche: Deutschkurse, Besuchsdienst und Spendenkoordination sowie die Organisation des Cafe International.

Nächstes Treffen schon geplant

 Die nächste Auflage des Treffens für Bürger und Flüchtlinge mit Kaffee und Kuchen ist für den 2. April, 15 Uhr, im Gemeindehaus der Sülbecker Kirche geplant. Ab 16 Uhr wird sich auch die Feuerwehr Liekwegen mit einem Feuerwehrautos und kleinen Mitmachaktionen für Kinder beteiligen.

 Die Gruppe der Deutschlehrer konnte beim dritten Treffen noch weitere vier Helfer dazugewinnen. Eine Bereicherung für das Team, das zwei Mal wöchentlich im Gemeindehaus Sprachunterricht anbietet. Im Durchschnitt nehmen rund 15 bis 20 Flüchtlinge daran teil. Für die Kinder gibt es während des Unterrichts eine extra Betreuung.

Arbeit für Flüchtlinge?

 Im Team Besuchsdienst stand das Thema Arbeit zur Diskussion. Dürfen die Flüchtlinge arbeiten? Welche Voraussetzungen müssen sie erfüllen, um sich beim Arbeitsamt melden zu können? Und wie kann man die Asylsuchenden dabei unterstützen? Diesem Thema möchten sich die Helfer künftig näher widmen. Eine weitere Idee, die in Gesprächen aufkam: Unter den Flüchtlingen gibt es einige Friseure. Die Ehrenamtlichen besprachen die Option, eine Art Flüchtlings-Friseursalon einzurichten.

 Wer sich im Besuchsdienst engagiert, besucht neue Flüchtlingsfamilien oder Einzelne nach ihrer Ankuft und unterstützt sie als Pate, damit sie sich gut in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden. Dazu gehören Besuche bei Behörden und Ärzten, aber auch gesellige Stunden beim gemeinsamen Kochen.

 Wie wichtig eine gute Vernetzung ist, zeigte sich beim Helfertreffen. Eine Familienpatin erzählte von einem Jungen, der nächsten Morgen dringend zum Arzt gefahren werden müsste. Schnell fand sich ein Rentner in der Gruppe, der die Aufgabe übernehmen wollte. „Dann melde ich also Fritz mit dem blauen Golf an“, schmunzelte die Ehrenamtliche.

kil

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