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Nienstädt Verkehr soll besser fließen
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Verkehr soll besser fließen
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17:30 12.06.2018
Auf Höhe des Berghotels Sülbeck wurden bereits Arbeiten an der Ampelschaltung durchgeführt. Quelle: kil
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Nienstädt

Derzeit werden die Ampeln an der B 65 in Nienstädt umrüstet. Nach und nach werden sechs Lichtsignalanlagen ausgetauscht.
Zum einen werden die Ampeln auf LED-Technik umgestellt, zum anderen soll die Schaltung so optimiert werden, dass Autofahrer nicht mehr so oft vor roten Ampeln stehen. Vorausgesetzt sie halten sich an die erlaubte Geschwindigkeit, betont Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereichs Hameln der Landesbehörde.

„Wer mit 45 bis 47 Stundenkilometern fährt, der kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit über eine grüne Welle freuen“, erklärt Brockmann. Das ist jedenfalls das Ziel der neuen Schaltung, „so weit es die Abstände der Ampeln zulassen“, schränkt der Behördensprecher ein.

Lange Grünphase

Anstoß für die Umrüstung habe eine neue Verkehrszählung gegeben. Die jetzige Schaltung ist noch auf Zahlen von 1995 zurückzuführen. Ein wichtiger Faktor sei die Schulwegsicherung. Wie berichtet hatten Schule und Eltern der Grundschule Nienstädt wiederholt darauf hingewiesen, dass die Querung der Bundesstraße für die Kinder eine Gefahr darstelle. Brockmann zufolge reagiert die Behörde darauf nun mit einer ausreichend langen Grünphase für Fußgänger.

Auch die Wartezeiten für Autos, die aus den „Nebenstraßen“ auf die B 65 einbiegen, sollen verkürzt werden, die Grünphasen so lang sein, dass auch ein Lastwagen, der berghoch fahren muss, ausreichend Zeit erhält. „Verkehrssicherheit steht an erster Stelle“, weist Brockmann auf das Ziel des Bundes hin. „Die Zahl der Verkehrstoten soll möglichst auf Null reduziert werden“, erklärt er, warum es auch Ampeln an Punkten gibt, an denen der Autofahrer dies nicht unbedingt nachvollziehen könne.

Umstellung auf stromsparende LED-Leuchten

In den nächsten Wochen werden nun alle Ampeln der Reihe nach umgerüstet. „Wir geben Gas“, sagt Brockmann. Die Behörde will mit den Arbeiten Mitte Juli fertig sein. Wer dann noch Hinweise zur Optimierung hat, könne sich gerne bei der Behörde melden. Trotz der umfangreichen Umrüstung, meint Brockmann: „Die meisten Autofahrer werden wahrscheinlich nicht viel bemerken.“ Es seien schon sehr „feine Schrauben“, an denen gedreht werde.

Zusätzlich werde auf stromsparende LED-Leuchten umgestellt. Diese seien auch bei tiefer stehender Sonne besser sichtbar. Außerdem gebe es kein „Phantomleuchten“ durch Sonneneinstrahlung mehr, da die LED-Leuchten nicht reflektieren. Während der Arbeiten sei die Schaltung „nicht optimal“, sagt Brockmann. kil

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