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Von Metal zu melancholischer Musik

Nachwuchspianist Von Metal zu melancholischer Musik

Während der Schulzeit hat Jonas Gewald noch als Gitarrist der Metalcore-Band „Broken Fears“ auf der Bühne gestanden. Seit zwei Jahren hat er die Gitarre gegen das Klavier und die harte Punkmusik gegen sanftere Töne eingetauscht.

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Von lauter Metal-Musik zu sanften Tönen: Der Meinefelder Jonas Gewald macht melancholische Klaviermusik.

Quelle: Julian Schwuchow

Meinefeld. Meinefeld. Sein Debütalbum „Time Changes“ veröffentlichte er schon kurz nach dem Abitur. In dieser Woche erscheint seine neue EP mit fünf Improvisationen zum kostenlosen Download im Internet.

Seine Musik beschreibt der Nachwuchspianist als „melancholische Klaviermusik“ mit Einfluss von Ólafur Arnalds – vergleichbar mit Filmmusik von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Ziemlich beste Freunde“. Ansprechen möchte er damit junge wie ältere Menschen: „Das Publikum bei meinen Konzerten ist bunt gemischt.“

Das Klavierspielen hat Gewald schon im Alter von fünf Jahren begonnen. Mit zwölf brachte er sich selbst Gitarre bei. „Zwischen zwölf und 16 habe ich dann nur noch Gitarre gespielt. Klavier war in dem Alter eher uncool“, erzählt der 20-Jährige. Erst durch Youtube-Videos, in denen zu Punk und Metal Klavier gespielt wurde, habe er wieder angefangen, in die Tasten zu hauen. Sein erstes selbstkomponierte Stück konnte er bei seiner Abientlassungsfeier am Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen präsentieren. „Das kam super an“, erinnert er sich.

Nach dem Abi ging Gewald für sein Freiwilliges Soziales Jahr zurück in seine Heimatregion bei Bremerhaven. Dort arbeitete er für ein Jahr in einem Kulturzentrum, wo er viele Kontakte zu Künstlern und Leuten aus der Musik- und Kulturszene knüpfte. So kam er auch auf die Idee, sich bei der Oldenburger Landschaft um das Förderprojekt „Start your Art“ zu bewerben – mit Erfolg. Die Organisation unterstütze die Produktion seines ersten Albums mit 1000 Euro. Im Kulturzentrum gab der Meinefelder dann auch sein erstes richtiges Konzert, zu dem gleich 90 Zuhörer kamen.

Seit einigem Monaten ist der junge Musiker wieder zurück in Meinefeld und plant zum Wintersemester, ein Musikstudium aufzunehmen – „wenn ich die Aufnahmeprüfung überhaupt schaffe“, meint er. Bis dahin will er noch möglichst viel Musik machen, CDs verkaufen und gerne auch Konzerte in der Region geben – „mal rauszukommen, zum Beispiel nach Berlin, wäre auch toll“.

Gerade erst hat er im Internet zu einem seiner Stücke ein Video mit Texten einer Liebesgeschichte von Christoph Hübener, Sozialpädagoge an Gewalds ehemaligen Schule, veröffentlicht. Zwei weitere Projekte sind noch in Planung: Zusammen mit zwei jungen DJs aus der Region plant er eine CD aufzunehmen – experimentell und mit viel synthetischen Sounds. Und dann hat er noch vor, zusammen mit Streichern ein paar Songs zu machen. „Dafür suche ich noch Musiker“, sagt er. Mehr Infos und Hörproben gibt es auf www.jonasgewald.de.

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