Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Von Nienstädt in die Elbphilharmonie

Die Längste der Welt Von Nienstädt in die Elbphilharmonie

Es ist nicht der größte, aber der interessanteste Auftrag in ihrer Firmengeschichte gewesen: Das Nienstädter Unternehmen Hewa Edelstahlverarbeitung hat an der Hamburger Elbphilharmonie aktiv mitgewirkt und Teile für Europas längste Rolltreppe geliefert und vor Ort montiert.

Voriger Artikel
Kinder und Straßen zuerst
Nächster Artikel
Feuerwehr löscht Zeitungsstapel

Zweieinhalb Minuten dauert die Fahrt auf der 80 Meter langen, gebogenen Rolltreppe. Die Edelstahlverkleidung kommt aus Nienstädt.

Quelle: pr.

Nienstädt/Hamburg. Wer das mehr als 780 Millionen Euro teure Jahrhundertbauwerk besucht, kommt nicht an der Rolltreppe vorbei. „Somit fährt praktisch jeder Besucher der Elbphilharmonie ein Stück weit über Nienstädt“, freut sich Geschäftsführer Andreas Hettchen, der das Unternehmen im Jahr 2005 zusammen mit Michael Wagner am Schnatwinkel gegründet hat.

Weltweit die Einzige ihrer Art

Die im Konzerthaus eingebauten Bogenrolltreppen seien weltweit einzigartig, erklärt Hettchen. Das Herzstück bildet die 80 Meter lange Treppe im sogenannten Tube, dem Tunnel direkt hinter dem Haupteingang. Das Besondere an der Treppe: Sie ist in einem Radius von 210 Metern gebogen. „Das hat den Effekt, dass man von unten noch nicht sieht, wo die Reise hingeht“, sagt Hettchen. Nach zweieinhalb Minuten oben angekommen, biete sich den Besuchern in 22 Meter Höhe ein imposanter Blick auf den Hamburger Hafen.

Um die Ecke führen noch zwei weitere, kürzere Rolltreppen durch einen Tunnel und abschließend direkt zur Plaza, dem Verweilplatz vor und zwischen den Konzerten mit einem Panoramablick auf die Stadt in luftiger Höhe von 37 Metern. Für alle Anlagen hat Hewa die Verkleidungs- und Schallschutzbleche sowie die Antrittsplatten zu den Zu- und Abgängen geliefert und montiert. „Nicht zuletzt mussten unsere Teile auch optisch gut zu den Tunnelwänden passen, die effektvoll mit unzähligen kleinen runden Spiegelgläsern gespickt sind“, schildert der Geschäftsführer. Die Rolltreppen selbst wurden von der Firma Kone hergestellt, für die Hewa einer der Hauptlieferanten für Sonderverkleidungen ist.

Mitarbeiter Thorsten Aumann (von links) und die Geschäftsführer Michael Wagner und Andreas Hettchen sind stolz, an einem so interessanten Projekt beteiligt zu sein. Zur Erinnerung haben sie Modelle der Bogentreppe angefertigt.

Quelle:

Die Arbeit hat sich insgesamt über drei Jahre hingezogen. Zusammengerechnet waren die Mitarbeiter Thorsten Aumann und Friedhelm Liebrecht rund ein Jahr lang zur Montage in Hamburg. „Es war beeindruckend“, sagt Aumann.

Die Firmengründer und Unternehmer fühlen sich im Nienstädter Gewerbegebiet nach eigenen Angaben sehr wohl. Rund 1200 Quadratmeter ihrer Gesamtfläche nimmt allein die Produktion ein.

Aufträge von London bis St. Petersburg

Das heimische Unternehmen ist spezialisiert auf die Konstruktion, Fertigung und Montage von dekorativen Verkleidungen für Fahrtreppen und beliefert alle namhaften Hersteller in Europa.

Hauptsächlich fertigt Hewa Teile für Kunden in Deutschland an. Das 16 Mitarbeiter zählende Unternehmen kann aber auch auf einige besondere Aufträge im Ausland blicken. So war Hewa an Fahrtreppen am Flughafen in Wien, an den U-Bahnhöfen am Wiener Opernplatz, in London und St. Petersburg sowie in Hannover, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und München beteiligt. Außerdem finden sich in zahlreichen Modehäusern wie H&M, New Yorker und Karstadt Edelstahlteile aus Nienstädt. Aktuell arbeitet Hewa noch an der Metro in Stockholm. kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg