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Samtgemeinde Nienstädt „100 000 Euro verschleudert“
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt „100 000 Euro verschleudert“
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17:41 27.04.2012
Heinz David (von links), Petra Ritter, Heinrich Gottschalk und Wolfgang Hoppe werden für viele CDU-Jahre geehrt. Quelle: Foto: svb

Samtgemeinde Nienstädt (svb). Die Kreistagsabgeordnete gab das Amt aus privaten und vor allem aus zeitlichen Gründen vorzeitig ab, erklärte sie den rund zwanzig anwesenden CDU-Mitgliedern. Zu ihrem Nachfolger wurde einstimmig Arne Hautau gewählt. Für das seit Anfang des Jahres unbesetzte Amt des Schatzmeisters stellte sich Karl-Heinz Krämer zur Verfügung, den die Stimmberechtigten ebenfalls einstimmig wählten. Beide Ämter sind bis zu den turnusmäßigen Vorstandswahlen in 2013 zunächst nur für ein Jahr vergeben.

Beim „angenehmsten Tagesordnungspunkt“, den Ehrungen, zeichnete Volksdorf Heinrich Gottschalk für 40-jährige Treue zur CDU aus. Rudolf Leers und Günther Hoppe sind ebenso lange dabei, konnten aus gesundheitlichen Gründen aber nicht an der Versammlung teilnehmen. Wolfgang Hoppe wurde für 35 Jahre geehrt. Petra Ritter, Heinz David und Horst Hesse (abwesend) traten vor drei Jahrzehnten der CDU bei.

Negativster Punkt im Jahresbericht des Vorsitzenden war die Kommunalwahl 2011, bei der die Partei einen Ratssitz im Samtgemeinderat einbüßte und statt acht nur noch sieben Mandate innehat. Positiv sei aber, dass auf dem Dach der neuen Feuerwache in Südhorsten eine Photovoltaikanlage errichtet wird. Nach Angaben von Volksdorf hatte die CDU den Antrag dafür gestellt.

Wolfgang Hoppe, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Nienstädt, äußerte seine Unzufriedenheit über die Finanzlage der Gemeinde. Sie werde dieses Jahr voraussichtlich eine Million Euro Schulden machen, schätze Hoppe. 100 000 Euro seien für ein Streusalzlager „verschleudert worden“.

Über 400 000 Euro würden dieses Jahr für die Sanierung der Straße „Schwarzer Weg“ investiert, obwohl diese Maßnahme laut Hoppe noch nicht nötig wäre. „Es wird trotzdem gemacht“, sagte er. Positiv wertete er hingegen die Errichtung eines Fußweges an der Liekweger Straße.