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Am Ganztag nicht vorbeikommen

Samtgemeinde erarbeitet Konzept für Grundschulentwicklung Am Ganztag nicht vorbeikommen

Die Zahl der Schüler soll nach Ergebnissen einer neuen Berechnung der Bertelsmann Stiftung von knapp acht Millionen (2015) auf fast 8,6 Millionen in 13 Jahren ansteigen. Ein erneuter Anstieg von Kindern dürfte auch die Grundschule Nienstädt vor Herausforderungen stellen, schließlich platzt der Hort bereits jetzt aus allen Nähten.

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Samtgemeinde Nienstädt. Samtgemeinde-Chef Ditmar Köritz sagt dazu: „Früher oder später werden wir an einer Ganztagsschule nicht vorbeikommen.“ Auch, wenn die Schülerzahlen noch nicht wieder boomen. „Wir waren schon mal bei 500 und sind jetzt wieder unter 400 Kindern“, erläutert Sandra Wiechmann, Allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters. Die Samtgemeinde hat bereits von den Politikern des Rates den Auftrag erhalten, ein Konzept für eine mögliche Ganztagsschule in Nienstädt zu erarbeiten. Der erste Kontakt mit einem externen Planungsbüro ist Köritz zufolge auch schon erfolgt. „Wir stehen aber noch am Anfang.“
Es ist nicht das erste Mal, dass das Thema Ganztagsschule in Nienstädt auf den Tisch kommt. Durch den enorm gestiegenen Bedarf an einer Nachmittagsbetreuung im Hort, stehen die Politiker nicht nur vor einer finanziellen Herausforderung, sondern auch vor einer räumlichen. Wie berichtet musste mittlerweile ein Container für die Schulbücherei in Nienstädt angeschafft werden, damit die Hortkinder mehr Platz im Schulgebäude bekommen können. „Das ist aber nur ein Provisorium“, sagt Köritz. Der Container sei für zwei Jahre angemietet. In dieser Zeit solle ein Plan für die Zukunft ausgearbeitet werden.
Eine Befragung unter Elternvertretern hatte im Jahr 2016 ergeben, dass die Mehrheit gar keine Ganztagsschule haben möchte, weil sie mit der Qualität der Hortbetreuung sehr zufrieden sind und fürchten, dass diese in einer Ganztagsschule nicht im selben Maße gegeben wäre. Denn, erklärt Köritz, während im Hort derzeit zwei Mitarbeiter (fast alles ausgebildete Erzieher) für 20 Kinder sorgen, wäre derselbe Betreuungsschlüssel in einem Ganztagsbetrieb wohl nicht zu leisten.
Köritz möchte einen Ganztagsbetrieb zwar nicht gegen den Elternwillen aufbauen, langfristig sieht er aber gar keine andere Möglichkeit, als den Nienstädter Standort dahingehend ausbauen und weiterzuentwickeln. Da der Schulbetrieb auch im Ganztag nur bis 15.30 Uhr gehe, sei zu überlegen, ob man den Zeitraum bis 17.30 Uhr auch weiter im Rahmen eines Hortes anbiete. „Wie sinnvoll ist das?“, fragt sich Köritz, denn für so wenige Stunden würde es schwierig, qualifiziertes Personal zu finden.

kil

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