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Anrufbus auf eigenen Wegen

Kooperation beendet Anrufbus auf eigenen Wegen

Die Zusammenarbeit zwischen dem Anrufbusverein Nienstädt und demjenigen in Niedernwöhren ist Geschichte. Ab diesem Jahr werden die Nienstädter ihre beiden Fahrzeuge selbst auf die Touren schicken.

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Die Zusammenarbeit der Anrufbusse Nienstädt und Niedernwöhren ist beendet.

Quelle: Archiv

Samtgemeinde Nienstädt. In den letzten Wochen vergangenen Jahres hat der Verein eine eigene Dispositionszentrale eingerichtet, nachdem er den Kooperationsvertrag mit der Niedernwöhrener Zentrale durch einen Aufhebungsvertrag gekündigt hatte.

Unstimmigkeiten

Wie berichtet hatte es Unstimmigkeiten zwischen den beiden Bürgerbusvereinen gegeben. Nach Anschaffung des zweiten Nienstädter Fahrzeugs wollte der Niedernwöhrener Verein eine höhere monatliche Pauschale für die Disposition der Fahrzeuge erheben, denn die Fahrten der Anrufbusse beider Samtgemeinden wurden zentral von Niedernwöhren aus eingeteilt. Der Vorstand des Anrufbusvereins Nienstädt hielt die Geldforderung für zu hoch. Letztlich konnten sich die Vereine nicht einigen, sodass die Nienstädter entschieden, ihren eigenen Weg zu gehen.

„Wir haben unsere Dispositionszentrale in vier Wochen aufgebaut und eine Kraft eingestellt“, sagt Bernd Tünnermann, Vorsitzender des Anrufbusvereins Nienstädt. Nach einer weiteren Kraft für die Zentrale werde gesucht, sodass die Einteilung der Fahrzeuge von zwei Teilzeitkräften übernommen werde. „Wir wollen nicht alles auf eine Schulter verteilen“, begründet Tünnermann, der auch Urlaubs- oder Krankheitstage im Blick hat.

Zuschüsse vom Landkreis

Für die Zentrale hat der Verein Räume angemietet, die mit einer Grundausstattung versehen wurden. Laut Tünnermann gibt es für die Grundausstattung Zuschüsse vom Landkreis. Außerdem könnten Zuschüsse für die Betriebskosten beantragt werden. „Wir haben schon drei Leute in das Bearbeitungssystem eingeführt“, erklärt Tünnermann, der sich vorstellen kann, dass bei etwaigen Engpässen auch versierte Kollegen aus dem Fahrer-Team aushelfen könnten.

Er habe die Kosten der Eigenständigkeit zwar erst grob überschlagen, meint der Vereinsvorsitzende, sei aber sicher, dass der Verein die Finanzierung durch die Zuschüsse gut tragen kann. Außerdem expandiere der Fahrbetrieb. Die Telefonnummer bleibt für die Kunden wie gehabt. Sowohl der VW Caravelle als auch der Crafter, der zwei Rollstuhlfahrer parallel befördern kann, sind unter der Rufnummer (05724) 3995956 erreichbar.

Die Stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Ilona Fischer, betont, dass der Anrufbus nicht nur für ältere Einwohner oder Behinderte gedacht ist. Alle Altersgruppen können den Service nutzen. Zum Beispiel könnten Kinder, die beispielsweise ins Schwimmbad oder zu Kindergeburtstagen gefahren werden möchten, ebenso den Anrufbus ordern.  bab

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