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Samtgemeinde Nienstädt Anrufbus beinah kostendeckend unterwegs
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Anrufbus beinah kostendeckend unterwegs
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00:26 11.10.2015
Machen sich für den Anrufbus stark: Ilona Fischer (von links), Vize-Vorsitzende des Anrufbus-Vereins, Kassenwart Stefan Kolb, Mitglied Dirk Lemster und Christopher Merseburger und Vereinsvorsitzender Bernd Tünnermann. Quelle: kil
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Samtgemeinde Nienstädt

Mittlerweile zählt der Verein allerdings schon 115 Anhänger. Bei der Gründungsversammlung im Juli 2014 war die Gruppe mit rund 35 Mitgliedern gestartet.

Auf die Zuschüsse, die die Samtgemeinde für den Anrufbus in den Haushalt eingestellt hat, musste der Verein bislang noch nicht zurückgreifen, sagt Kassenwart Stefan Kolb. Das kleine Defizit, das im Fahrbetrieb entsteht, könne durch die Mitgliedsbeiträge wieder ausgeglichen werden. „Wir kommen gut über die Runden“, so Tünnermann.

Lob bekam der Anrufbus auch von den geehrten Mitgliedern. Kerstin Lutter konnte als 99. Mitglied nicht an der Kaffeerunde teilnehmen, dafür sprachen Dirk Lemster (101. Mitglied) und Christopher Merseburger als Vertreter für das Kreisaltenzentrum Helpsen (110. Mitglied) ihren Dank aus. Lemster begründete seine Mitgliedschaft: „Wenn ich in einem Ort lebe, ist es doch selbstverständlich, dass ich mich einbringe.“

Merseburger, der sich im Kreisaltenzentrum umgehört habe, sprach von einer „großen Bereicherung für die Bewohner“, besonders derjenigen, die noch relativ selbstständig sind. Das Fahren von Tür zu Tür ermögliche vielen eine bessere Freizeitgestaltung und erleichtere Besuche bei Verwandten und Freunden. Ebenso nutzten auch Angehörige den Bus, um ins Altenzentrum zu fahren. In diesem Zusammenhang betonte Ilona Fischer, Vizevorsitzende des Vereins: „Das Angebot ist nicht nur für Senioren, sondern auch für junge Leute.“

Starken Einsatz zeigen auch die 17 ehrenamtlichen Fahrer. Seit dem der Bus rollt hat es bereits 215 Fahrtage gegeben, an denen insgesamt 2334 Fahrgäste den Bus genutzt haben. Die größte Auslastung gab es im Juli mit 328 Fahrgästen in einem Monat.Aktuell besitzt der Verein nur ein Fahrzeug. Da dieses aber nicht rollstuhlgerecht sei und wiederholt Anfragen danach gekommen seien, denke der Verein nun über die Anschaffung eines zweiten Autos nach, sagt Tünnermann. kil

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