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Anrufbus für Rollstuhlfahrer

Samtgemeinde Nienstädt Anrufbus für Rollstuhlfahrer

Gute Nachrichten für die Benutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) hatte der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Nienstädt. Bei der letzten Sitzung des Gremiums vor der Neuwahl im September hat Gerhard Kording verkündet, dass der Anrufbus Nienstädt sein zweites Fahrzeug angeschafft hat.

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Quelle: Archivfoto

Samtgemeinde Nienstädt. Dies bestätigt der Vorsitzende des Vereins Anrufbus Nienstädt, Bernd Tünnermann. Wenn alles nach Plan laufe, werde der zweite Bus Anfang August den Betrieb aufnehmen. Zurzeit werden noch die nötigen Ein- und Umbauten vorgenommen, die der Verein für den Transport von Rollstuhlfahrern benötigt.

Wie Tünnermann berichtet, sei das neue Auto ein VW Crafter, wie ihn auch der Nachbarverein aus Niedernwöhren seit 2014 betreibe. Dort habe sich das Nienstädter Team auch Anregungen und Tipps geholt. Mit allen Veränderungen kostet der Nienstädter Crafter rund 81.000 Euro, beziffert Tünnermann. Die Investition werde vom Landkreis aus Regionalisierungsmitteln finanziert .

Seit Oktober 2014 rollte ein Anrufbus durch Nienstädt. Das Angebot war bald nach Beginn so gefragt, dass Verein und Samtgemeinde ein zweites Fahrzeug sinnvoll erschien, um die Fahrten zu bewältigen. „Vor allem vormittags konnten wir die Anfragen nicht mehr schaffen“, sagt Tünnermann. Doch ein weiterer wesentlicher Punkt war das Vorhaben, auch Menschen im Rollstuhl sitzend transportieren zu können.

Zwei Rollstühle und sieben Fahrgästen passen in den Wagen

„Wir können zwei Rollstühle gleichzeitig mitnehmen“, betont der Vorsitzende die Vorteile des neuen Wagens. Fünf weitere Gäste passen dann zudem noch in den Crafter. Wenn die Sitzbänke für die Rollis nicht ausgebaut werden, sei für acht Mitfahrer Platz. Zwei fixe Kopfstützen habe man zusätzlich für Rollstuhlfahrer einbauen lassen, „weil wir uns dadurch noch höhere Sicherheit für die Fahrgäste erhoffen“, sagt Tünnermann.

Die Arbeit hinter dem Steuer des Anrufbusses ist ehrenamtlich, es gibt aber genug Freiwillige, die fahren möchten, sagt Tünnermann. 17 Fahrer im Team haben schon alle erforderlichen Lizenzen und drehen bereits ihre Runden. Fünf neue Interessenten hat der Vorsitzende jetzt angesprochen. Nach Gesundheitschecks und Erwerb des Personenbeförderungsscheins werden sie zu dem Team stoßen.

Von dem Aufbau einer Schaumburger Mobilitätszentrale und einem Konzept, die Anrufbusse einzubeziehen, gebe es noch nicht viel Neues, war aus dem Nienstädter Seniorenbeirat zu erfahren. Wie Mitglied Hans-Dieter Mitschker aus dem Kreisseniorenbeirat berichtete, gebe es noch Diskussionsbedarf beim Kreis. Fraglich sei auch noch, ob es eine Buslinie zum neuen Klinikum geben werde. bab

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