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Bahnstrecke: Samtgemeinde schließt sich Resolution an

Samtgemeinde Nienstädt Bahnstrecke: Samtgemeinde schließt sich Resolution an

Der Samtgemeinderat Nienstädt hat eine Resolution zum trassennahen Ausbau der Bahnstrecke Minden-Seelze verabschiedet. Damit schloss sich die Volksvertretung der Kommune einer Resolution des Kreistags vom November 2011 an. Ziel ist ein zweigleisiger Ausbau samt Lärmschutz bis 2025.

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Die eigentlich alte Problematik – erste Bemühungen des Landkreises auf einen Ausbau der Bahnstrecke hatte es vor rund zwölf Jahren gegeben – erlangte in 2011 Aktualität, weil die Deutsche Bahn in ihrem „Zielnetz 2025“ den Ausbau die Strecke Löhne-Wolfsburg anstelle des Abschnitts Minden-Seelze vorzieht. Aus diesem Grund verabschiedete der Kreistag im Herbst seine Resolution, in der das Gremium den Vorzug der Strecke durch das Schaumburger Land fordert.

Dieser Forderung schloss sich die Samtgemeinde Nienstädt nun an. Diese ist mit dem Bahnhof Kirchhorsten und mehreren Siedlungen in der Nähe der Gleise besonders betroffen. Kirchhorsten, Helpsen, Seggebruch, Tallensen, Echtorf und Südhorsten liegen teils nah an der Bahntrasse.

„Als vordringliche Priorität beim trassennahen Ausbau dieser Bahnstrecke ist im gesamten Trassenbereich der bestmögliche Lärmschutz zur Begründung der Nienstädter Resolution. Ein mehrgleisiger Ausbau sei daher im Interesse der an den Gleisen wohnenden Menschen. Die Maßnahme solle in das „Zielnetz 2025“ aufgenommen werden. Dafür sprachen sich alle Ratsmitglieder aus.

Das Problem des Lärmschutzes ist auch im Grundsatz kein Neues entlang der Bahntrasse Minden-Hannover. Die Deutsche Bahn hatte mehreren Kommunen, darunter die Gemeinden Haste und Lindhorst sowie die Stadt Stadthagen, angeboten, auf eigene Kosten Lärmschutzwände zu errichten. Die Kommunen mussten lediglich ihre Zustimmung formulieren. Die betreffenden Wände sind mittlerweile fertig.

Die Bahn hat indes über den Lärmschutz hinaus weitere Ansprüche an ihre Ausbaupläne. So hatte das Unternehmen die Strecke Löhne-Wolfsburg hinsichtlich eines Ausbaus vorgezogen, auch um die Strecke Hannover-Minden vom Güterverkehr zu entlasten.

Weniger Güterzüge auf der Trasse Minden-Hannover kämen einigen Schaumburgern wohl auch gelegen. Vom Ausbau Löhne-Wolfsburg wäre der Landkreis Schaumburg aber auch negativ betroffen. Die avisierte Trasse würde mitten durch den Wohnbereich der Rintelner Nordstadt und durch den Ortsteil Engern führen, hieß es seinerzeit im Kreistag. Hinzu kommt aus Sicht hiesiger Politiker, dass die Strecke Minden-Seelze bereits jetzt erheblich überlastet ist.

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