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Einheitsgemeinde kein Thema

SN-Interview Einheitsgemeinde kein Thema

Nienstädts Samtgemeindechef Ditmar Köritz spricht im SN-Interview über Dorfentwicklung und gute Vorsätze.

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Ditmar Köritz

Quelle: kil

Samtgemeinde Nienstädt. Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf das Jahr 2017 als Samtgemeindebürgermeister zurück?

Das Jahr 2017 ist für die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Es gab keine besonderen Höhepunkte. Zusammenfassend ist aber festzustellen, dass das Jahr 2017 für die Mitarbeiter der Samtgemeinde und mich sehr arbeitsintensiv war.

In den politischen Gremien wurde in diesem Jahr viel über einen Ganztagsbetrieb an der Grundschule gesprochen. Sind Sie ein Befürworter der Idee?

An den Grundschulstandorten Nienstädt und Seggebruch wird bereits seit 2006 eine erfolgreiche Ganztagsbetreuung der Schüler durch eine ergänzende Hortbetreuung sichergestellt, deren Einführung ich maßgeblich mitgestaltet habe. Durch die ausgesprochen qualitativ gute Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in beiden Einrichtungen wird das Hortangebot durch die Eltern hoch geschätzt, was zu einer konstanten Nachfrage nach zusätzlichen Betreuungsplätzen geführt hat.

In den letzten beiden Jahren wurde mit allen an Schule Beteiligten (Eltern, Lehrer, Erzieher, Politik und Verwaltung) die Möglichkeit einer Ganztagsschule diskutiert. Hierbei wurde deutlich, dass die derzeit vom Land vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht zufriedenstellend sind und auch bei der Ganztagsschule immer ein ergänzender Hortbetrieb notwendig ist.

Konkret wird derzeit in den Gremien der Samtgemeinde eine bauliche Veränderung des Grundschulstandortes Nienstädt diskutiert, die sowohl die Möglichkeit einer Ganztagsschule wie auch eine Beibehaltung des derzeitigen Hortangebotes abdeckt. Durch die Diskussion auf Bundesebene zur Einführung des Rechtsanspruches auf einen Ganztagsschulbetrieb sind wir damit auf dem richtigen Weg.

Das Thema Dorfentwicklung hat die Kommunen 2017 beschäftigt. Welche Chancen sehen Sie dabei für die Gemeinden der Samtgemeinde?

Mit der Dorfentwicklungsplanung soll der strategische Ansatz der Stabilisierung verfolgt werden. Hierunter kann man alles das zusammenfassen, was zum Stichwort demografischer Wandel diskutiert wird. Ziel der Dorfentwicklungsplanung soll es sein, die Grundzentren Nienstädt und Bergkrug mit ihren infrastrukturellen Einrichtungen sowie den bestehenden Gewerbebetrieben zu sichern und Angebote für alle Altersgruppen in den Dorfregionen zur Verfügung zu stellen.

Auch dieses Jahr mussten die Gemeinden wieder mit Augenmaß haushalten, weil der finanzielle Spielraum keine großen Sprünge zulässt. Ist es bald Zeit für die Einheitsgemeinde?

Die Finanzausstattung der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde ist insgesamt ausreichend, wenn auch verbesserungswürdig. Teilweise ergeben sich lediglich bei einzelnen Gemeinden beim Haushaltsausgleich im Ergebnishaushalt Schwierigkeiten, die jedoch jeweils durch nicht zahlungswirksame Vorfälle begründet sind. Das Thema Einheitsgemeinde wird im Bereich der Samtgemeinde Nienstädt aktuell nicht diskutiert. Hierfür gibt es auch keinen konkreten Anlass.

Vielmehr haben die Mitgliedsgemeinden insbesondere in diesem Jahr ihre interkommunale Zusammenarbeit ausgeweitet. Beispiele hierfür sind die gemeinsame Antragstellung für die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm, die gemeinsame Beschaffung des Gerätesystems zur thermischen Unkrautbekämpfung, die Zusammenarbeit der Bauhöfe Nienstädt und Helpsen bei der Streusalzbevorratung.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach ihrer Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister?

Meine Wahlzeit endet am 31. Januar 2020. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten werde ich zu gegebener Zeit mit meiner Familie und den politischen Akteuren in der Samtgemeinde besprechen.

Als Privatperson: Haben Sie Vorsätze für das neue Jahr?

In den letzten Monaten ist durch eine hohe Arbeitsbelastung der Privatbereich etwas zu kurz gekommen. Dies möchte ich gern wieder ändern. Gleiches gilt für meine sportlichen Aktivitäten.

Interview: Babette Jakobs und Kirsten Elschner

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