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Flüchtlinge: Nienstädt schafft Stelle

Samtgemeinde Nienstädt Flüchtlinge: Nienstädt schafft Stelle

„Wir haben das Ziel, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen“ – Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz hat im Samtgemeinderat über die Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung gesprochen. Leider gebe es aktuell noch immer wenig Rückmeldungen von Einwohnern, die ihren Wohnraum zur Verfügung stellten.

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Samtgemeinde Nienstädt. Wie berichtet hat der Kreistag beschlossen, künftig die Samtgemeinden für die Beschaffung und Bewirtschaftung des Wohnraumes heranzuziehen. Weil die Samtgemeinde dies nicht alleine stemmen kann, unterstützen die Mitgliedsgemeinden das Vorhaben unter anderem mit dem Erwerb von Immobilien.

Köritz schilderte im Rat: Um sich intensiver um die Betreuung der Flüchtlinge kümmern zu können, habe die Samtgemeinde einen zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt. Die Kosten dafür sind im Nachtragshaushalt berücksichtigt worden, den die Ratsmitglieder einstimmig genehmigt haben. Weil Anna Sebode vom Ordnungsamt der Samtgemeinde bereits für die Flüchtlingsarbeit freigestellt worden ist, übernimmt der neue Mitarbeiter ab Montag die Aufgaben im Ordnungsamt. „Mit dem vorhandenen Bestand war die Arbeit nicht mehr zu leisten“, sagte Köritz.

Jede Kommune soll nach aktuellem Stand 1,5 Prozent der Gesamteinwohnerzahl aufnehmen. Für die Samtgemeinde sind das mehr als 150 Flüchtlinge. „Und das ist nicht das Ende“, stellte der Samtgemeindebürgermeister nach der Sitzung die Vermutung auf.

Erfreulich: Ein Bürger, der anonym bleiben möchte, hat der Samtgemeinde 5000 Euro für die Flüchtlingsarbeit gespendet. Dieses Geld soll aber nicht in den Erwerb von Immobilien fließen, sondern anderweitig für die Flüchtlingsbetreuung genutzt werden, so Köritz.

Kritik äußerte ein aufgebrachter Bewohner der Samtgemeinde in der Einwohnerfragestunde. Er wohne neben einem Haus, in dem die Samtgemeinde seit Jahren auch Flüchtlinge unterbringe. Der Bürger sprach von „furchtbaren“ Zuständen, von Müll- und Lärmbelästigung, von Bedrohungen, aber auch von „einem herzlichem Miteinander“ mit den Nachbarn.

Köritz beschwichtigte: Gemeinde und Samtgemeinde hätten auf das Müllproblem bereits reagiert. Offenbar, erklärte Köritz auf Nachfrage der SN, war im Sommer Müll zu den Nachbarn herübergeweht, der allerdings von der Kommune beseitigt worden sei. Aufgrund von Sprachbarrieren oder mangelndem Personal sei es manchmal schwierig, den Flüchtlingen zu erklären, wie einige Dinge in Deutschland liefen – zum Beispiel Mülltrennung. Die vom Bürger kritisierten Bewohner seien aber ohnehin längst ausgezogen. Aktuell wohnten nur noch zwei Leute im Haus. Die Samtgemeinde habe allerdings zwei weitere Übergangswohnungen vorbereitet, die sie dem Landkreis anbieten wolle. kil

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