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Froschmann auf Probe

Samtgemeinde Nienstädt Froschmann auf Probe

Der Feuerschutzausschuss hat die Beschlussempfehlungen der Verwaltung alle einstimmig befürwortet. Darunter waren auch die entsprechenden Haushaltsstellen der Feuerwehr, die sich laut Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz vorwiegend nach den Ansätzen der vergangenen Jahre richten.

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Der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses Heiko Vogt hat einen Anzug zur Eis- und Wasserrettung gleich nach der Sitzung vorgeführt.

Quelle: bab

Samtgemeinde Nienstädt. Dennoch seien die konkreten Ausgaben erst zu den Haushaltsplanungen festzulegen, „weil wir noch nicht sagen können, wie der Haushalt insgesamt aussieht“, sagte Köritz.

 Auf jeden Fall wird nach dem Willen des Ausschusses weiter in die Ausstattung mit digitalen Funkgeräten investiert. 25000 Euro will die Samtgemeinde 2015 dafür ausgeben, um die Kommunikation zwischen Einsatzwehren und Leitstelle zu gewährleisten.

 Bei den Anschaffungen für die Wehren hat der Fachausschuss Prioritäten gesetzt. So solle auf jeden Fall eine Schmutzwasserpumpe erstanden werden. Feuerwehrkommando und Verwaltung machten bei der Sitzung deutlich, wie leidgeprüft die Samtgemeinde ist, wenn Starkregen oder Dauerregen die bekannten kritischen Ortsbereiche unter Wasser setzen. Nicht dafür, aber für Notfälle am und im Kanal oder sonstigen Gewässern in der Samtgemeinde soll ein Anzug zur Eis- und Wasserrettung angeschafft werden.

 Wie sich so ein Froschmann im Anzug im Einsatzfall fühlt, hat Ausschussvorsitzender Heiko Vogt (SPD) im Anschluss an die Sitzung gleich ausprobiert. „Den haben wir uns ausgeliehen“, sagte Vogt, der eigentlich die neu renovierten Sanitärräumen der Feuerwehr Hespe anschauen wollte. Im dortigen Spritzenhaus hatten sich die Politiker zur Sitzung getroffen. Denn Hespe ist bei der Finanzierung der Räume in Vorleistung gegangen. Den zu erstattenden Betrag von 5000 Euro wird die Samtgemeinde für kommendes Jahr ebenfalls in ihren Haushalt aufnehmen.

 In jedem Fall angeschafft wird auch eine neue Leuchte mitsamt dazugehörigem Stativ für die Feuerwehr Seggebruch, deren Scheinwerferanlage defekt ist. Verzichtbar seien nach Meinung von Köritz bis zur eindeutigen Kassenlage neue Spinde und Tische, die Kirchhorsten und Südhorsten benötigen. Zudem werden Defekte an Ausstattungen behoben und Ersatzbeschaffungen getätigt.

 Der Ausschuss hat außerdem empfohlen, eine Sirene auf einem Haus in der Siedlung Baum abzubauen. Der dortige Bewohner hatte darum gebeten, wie Köritz berichtete, da dort Tiere gehalten werden. Der Samtgemeindebürgermeister informierte darüber, dass der Landkreis mitgeteilt habe, dass Sirenenanlagen insgesamt verzichtbar seien, weil im Katastrophenfall über Radio-, Fernseher- und Lautsprecherdurchsagen gewarnt werde. Trotzdem will der Ausschuss andere Sirenen stehen lassen, bis sie abgängig sind. Rund 14 Stück stehen laut Köritz in der Samtgemeinde. Und die Unterhaltungskosten beliefen sich auf lediglich 200 Euro pro Jahr.

 „Ich finde gut, dass es so geregelt wird“, sagte Heinz David (CDU). Bei einer Brandserie wie in Stadthagen würde durch Sirenenalarm Aufmerksamkeit in der Bevölkerung erreicht. „Solange die noch laufen, sollten wir das machen“, befand auch Herbert Stahlhut (SPD). Werner Vehling (SPD) will das „eingespielte System“ der Alarmierung außerdem wegen älterer Menschen beibehalten. bab

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