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Samtgemeinde Nienstädt Grundschule sucht Schülerlotsen
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Grundschule sucht Schülerlotsen
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00:26 22.08.2015
Die Kreuzung von B 65 und Bahnhofstraße wird von einigen Schülerlotsen als Gefahrenpunkt für die Schulkinder angesehen. Quelle: kil
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Samtgemeinde Nienstädt (bab)

„Es sind 15 bis 20 Kinder, die zu Fuß kommen“, sagt die Mutter Catrin Tomhave, die sich um die Lotsen in Nienstädt kümmert. Dort geht es vor allem um den Weg über die Bundesstraße 65. Trotz Ampel soll aufgepasst werden. „Ein Tag ist bisher nicht besetzt“, muss Tomhave mit Blick auf die Einsatzpläne feststellen. Für die fünf Werktage pro Woche in der Schulzeit seien bisher nicht genug Helfer an Bord.

In Seggebruch koordiniert Sandra Rödenbeck als eine der Helferinnen aus der Elternschaft die Dienstpläne der Freiwilligen. Dort sollen die Grundschüler an zwei Übergängen begleitet werden: Am Gemeindehaus der Kirche queren die Kinder aus dem angrenzenden Wohngebiet die Straße und weitere gehen über den Zebrastreifen zwischen Volksbank und Schule.

„Letztes Jahr hatten wir so wenige, dass es nicht geklappt hat“, bedauert sie. Inzwischen hätten sich aber Betroffene zusammengefunden, die zumindest den Weg vom Gemeindehaus über die Straße sichern. Doch am Zebrastreifen fehlten noch Lotsen. „Die Ansicht der Eltern ist unterschiedlich, manche sehen nicht ein, dass auch am Zebrastreifen jemand stehen muss“, gibt Rödenbeck die Auffassung einiger Eltern wieder, die meinen, ihre Kinder sollten dort selbstständig die Straße passieren.

„So ein Ideologieproblem haben wir hier nicht“, sagt Tomhave. Es gebe zwar die Fußgängerampel über die B 65 in Nienstädt, „aber die Fahrer träumen morgens und fahren auch bei Rot rüber. Und die Kinder laufen los“, schildert sie gefährliche Situationen. Tomhave sieht die Lotsenschaft auch als Teil der Verkehrserziehung für die Kinder an.

Die beiden Mütter wollen ebenso wie Schulleiter Helmut Quander die Elternabende zu Beginn des neuen Schuljahres nutzen, um noch einmal Werbung für die Sache zu machen. „Es können ja auch Oma und Opa sein, wenn die Eltern keine Zeit haben“, sagt Rödenbeck. Auch für sich selbst muss die ehrenamtliche Lotsin Ersatz finden. Ihr Sohn geht nach den Ferien auf eine weiterführende Schule, dann will sie nach einer Übergangszeit die Aufgaben übergeben. 

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