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Hausärzte stoßen an Grenzen

Praxisschließung in Helpsen Hausärzte stoßen an Grenzen

Die Schließung einer Hausarztpraxis in Helpsen macht sich bei den umliegenden Medizinern bemerkbar. Ein Nachfolger für die Praxis ist noch nicht in Sicht.

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Einheitsgemeinde kein Thema

Die Praxis am Bergkrug ist seit dem 1. Januar geschlossen.

Quelle: kil

Samtgemeinde Nienstädt. Zum Jahreswechsel hat Joachim Pentzek seine Hausarztpraxis in Helpsen aus Altersgründen geschlossen. Viele Patienten müssen sich nun nach einem neuen Mediziner umsehen, doch das ist nicht immer einfach. Die Arztpraxen aus den Nachbargemeinden sind auch so schon mehr als überfüllt.

Stefan Pump, Allgemeinmediziner aus Sülbeck, berichtet auf Nachfrage unserer Zeitung: ,,Wir sind mit unseren Kapazitäten am Anschlag. Wir können keine Patienten mehr aufnehmen.“ Wegschicken kann Pump die Menschen aber auch nicht einfach. Mehr als sich von sieben bis 20 Uhr um die Patienten zu kümmern, könne er auch nicht, sagt Pump. Das Problem sei, dass es in der gesamten Umgebung zu wenig Ärzte- und Fachärzte gebe.

Keine Lösung in Sicht

Auch in der Praxis von Hans-Joachim Duddeck aus Nienstädt macht sich die Schließung von Pentzeks Praxis bemerkbar. Gabriele Duddeck, Praxis-Mitarbeiterin und Ehefrau von Hans-Joachim Duddeck, findet, dass der Fokus der Politiker falsch gesetzt werde. Den Ärztemangel auf dem Land auf lange Sicht zu beheben, kann aus ihrer Sicht sehr schwierig werden, da in den nächsten Jahren noch einige Ärzte ihre Praxis aufgrund ihres hohen Alters schließen würden. Leider habe noch niemand eine Lösung für dieses Problem parat.

Pump und Duddeck sehen hier beide die Politiker in der Pflicht. Auf lange Sicht würden durch fehlende Fach- und Hausärzte in den Dörfern auch die Krankenhäuser von Überfüllung betroffen sein. Denn in der Notaufnahme müssten die Menschen nicht so lange warten wie auf einen Termin bei einem Facharzt.

Schließung kam überraschend

Eine Nachfolge für die Praxis in Helpsen ist noch nicht in Sicht, weiß Sandra Wiechmann, allgemeinde Vertreterin der Samtgemeindebürgermeisters. Die Immobilie ist in privater Hand und gehört nicht der Samtgemeinde. Für Wiechmann kam die Schließung der Praxis daher überraschend. Sie habe erst Mitte Dezember davon erfahren. „Bisher haben wir immer Glück gehabt“, sagt Wiechmann mit Blick auf vergangene Neubesetzungen beispielsweise in den Arztpraxen in Hespe und Sülbeck. Wie die Kommune bei der Suche nach einem Nachfolger helfen kann, darüber werde in der Verwaltung beraten.

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