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Samtgemeinde Nienstädt Hespe kann aus dem Vollen schöpfen
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Hespe kann aus dem Vollen schöpfen
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00:23 17.03.2018
Der Haushalt der Gemeinde Hespe weist keine Fehlbeträge auf. Quelle: dpa
HESPE

Überschüsse im Ergebnis- und Verwaltungshaushalt werden 2018 erwartet. Außerdem können sämtliche Investitionen aus den Rücklagen finanziert werden. Kredite sind für die Investitionen Hespes nicht nötig.

Bürgermeister Uwe Grone verwies darauf, dass es bereits 2016 einen Überschuss von 100.000 Euro gegeben habe und der Etat 2017 ähnlich gut aussehe. Im Ergebnishaushalt liegen die Erträge bei 2.372.600 Euro und damit um 79.200 Euro höher als die Ausgaben.

Kita ist der größte Brocken

„Wir sind relativ gesund aufgestellt“, sagte Grone. Der größte Brocken sei wie immer der Kindergarten, für den ein Zuschuss von 421100 Euro fällig wird. Laut Grone könne es sogar sein, dass die Lage für die Gemeinde besser wird, wenn das Land die Beitragsfreiheit einführt und entsprechende Ausgleichszahlungen leistet.

Auch im Finanzhaushalt kann Hespe aus dem Vollen schöpfen. Der Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit schließt mit einem Überschuss von 158.000 Euro ab. Die Investitionssumme von 543.000 Euro kann vollständig aus Eigenmitteln aufgebracht werden.

390.000 Euro sind für den Grunderwerb vorgesehen, für 60.000 Euro wird ein neuer Regenwasserkanal erstellt und 50.000 Euro sollen für ein Kleinspielfeld auf der Sportanlage investiert werden.

Kerngesunde Finanzen

„Der Haushaltsplan ist kerngesund“, sagte Werner Vehling (SPD). Für Vehling ein klares Ergebnis der vernünftigen Haushaltsplanung der vergangenen Jahre. Wichtig sei, dass die Gemeinde etwas für die Straßenunterhaltung eingeplant habe, denn da werde in den kommenden Jahren einiges auf die Gemeinde zukommen.

SPD-Sprecherin Daniela Möhlenbrock lenkte den Blick von den Investitionen auf die Innovationen, die Hespe den Bürgern bieten wolle. Es müsse weiterhin im Blick liegen, was für die Bürger getan werden könne. Dazu sollten diese in dem Prozess mitgenommen werden, um gemeinsam einen Zukunftsplan zu schmieden.

„Regen wird immer schlimmer"

Da fiel Heinz David (CDU) gleich die Digitalisierungsoffensive des Landkreises ein, die auch Hespe bald erreichen müsse. Nicht so optimistisch wie der Bürgermeister ist David bei der Kindergartenfinanzierung. „Ich glaube nicht, dass vom Land Beträge kommen, die uns ernsthaft entlasten“, sagte er.

Klaus-Ulrich Schmidt, Ratsherren von Bündnis90/Die Grünen, freut sich am meisten über das finanzielle Polster. „Wir sind in der glücklichen Lage, Geld auf dem Konto zu haben und keine Kredite aufnehmen zu müssen“, sagte er und riet, besonderes Augenmerk auf die Regenwasserkanäle zu legen. „Die Regenereignisse werden immer schlimmer“, sagte Schmidt. Das bedeute mehr Pflege für die Kanalisation. bab