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Inklusion in kleinen Schritten

Samtgemeinde Nienstädt / Grundschule Inklusion in kleinen Schritten

Mehr als 400000 Euro wird die Grundschule Nienstädt für die Umbaumaßnahmen zur Umsetzung der Inklusion brauchen. Architekt Wolfgang Hein erläuterte bei der jüngsten gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, welche Umbauten die Grundschule durchführen muss, um ab dem Schuljahr 2018/2019 für Kinder mit allen Formen körperlicher oder geistiger Behinderung in gleichem Maße zugänglich zu sein. Und das ist eine ganze Menge.

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Die Schwellen an den Türen zu den Klassenzimmern müssen entfernt werden, sodass die Ausgänge auch Rollstuhlfahrer nutzen können.

Quelle: pr.

Samtgemeinde Nienstädt. Angefangen bei Leuchtstreifen an Treppen und Geländern über schwellenlose und farblich deutlich abgesetzte Türen bis hin zu neuen Rampen und einem Aufzug – in den nächsten Jahren kommen etliche Umbauarbeiten auf die Schule zu. Da nicht alles auf einmal gestemmt werden könne, haben sich die Ausschussmitglieder einstimmig für eine Umsetzung in kleinen Schritten ausgesprochen.

 Zurzeit sind keine Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, an der Grundschule angemeldet, wie Schulleiter Helmut Quander erklärte. Im Schuljahr 2015/2016 rechne die Schule mit einem gehbehinderten Kind, das die Treppen jedoch mithilfe von Lehrern oder Mitschülern auch bewältigen könne. Damit besteht kein Zeitdruck, sodass sich die Ausschussmitglieder zunächst für eine Übergangslösung aussprachen, bei der erst einmal das Erdgeschoss barrierefrei gestaltet werden soll, sodass auch Kinder mit einer Gehbehinderung alle Räume erreichen können.

 Unter anderem muss dafür das Behinderten-WC umgebaut werden, und die Türen benötigen automatische Türöffner. Gleichzeitig sollen jedoch auch die übrigen Toilettenräume saniert werden. Insgesamt rechnet die Samtgemeinde dafür mit Kosten von 50000 Euro.

 In den darauf folgenden Jahren soll dann noch ein Fahrstuhl eingebaut werden. Die Treppen und Flure bekommen eine sogenannte taktil wahrnehmbare Begrenzung, also Konturen, die auch für sehgeschädigte Menschen ertastbar sind. Und die Sporthalle wird auch für Mädchen und Jungen mit körperlicher Behinderung umgebaut.

 Der Sportunterricht könne für die ersten Klassen nach Angaben von Quander zunächst auch in der Aula stattfinden –und dadurch der Umbau der Sporthalle verschoben werden. Dieser würde nach Berechnungen von Hein mit rund 66000 Euro zu Buche schlagen. Die Maßnahmen, die zeitnah in Angriff genommen werden müssen, kosten dem Konzept von Hein zufolge insgesamt etwa 134000 Euro, für die restlichen Umbauten sind mehr als 220000 Euro fällig. tbh

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