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Kein Lotse in Sicht

Nienstädter Grundschule Kein Lotse in Sicht

Grundschulrektor Helmut Quander und einige engagierte Eltern schlagen Alarm. Obwohl in der Samtgemeinde Nienstädt lange kein so starker erster Jahrgang eingeschult worden ist, finden sich keine freiwilligen Helfer für die Schulwegsicherung. Ein System, das in den vergangenen Jahren gut funktioniert hat, droht zu kippen.

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Der Nienstädter Grundschule gehen die freiwilligen Verkehrshelfer aus.

Quelle: rg

Samtgemeinde Nienstädt. „Wir haben alle Eltern angeschrieben, es hat sich keiner bereit erklärt zu helfen“, bedauert Quander, der über die Gründe für die mangelnde Motivation nur spekulieren kann. „Sonst standen immer genug bereitwillige Eltern zur Verfügung“. Seit Jahren sei es üblich gewesen, dass aus den Reihen der Erstklässler-Eltern Väter und Mütter als Schülerlotse aushalfen. Weil der ABC-Schützen-Jahrgang in diesem Jahr sogar fünfzügig ist, sei die Zahl der Eltern sogar deutlich angestiegen. Aber: „Keine Resonanz“, klagt der Schulleiter. Das Problem betreffe sowohl den Nienstädter Standort als auch die Außenstelle in Seggebruch.
 Um die Situation in Seggebruch kümmert sich Sandra Rödenbeck, die als Mutter dort vor vier Jahren mitgeholfen hatte, den Lotsendienst einzuführen. Im Wesentlichen gibt es dort zwei neuralgische Stellen: den Zebrastreifen zwischen Volksbank und Schulhof auf der Straße Bergkrug und außerdem der Bereich zwischen Kirche und Gemeindehaus, wo der Übergang durch „gelbe Füße“ markiert sei. „Da kommen die Autos aus Richtung Tallensen fast mit Tempo hundert reingeknallt“, hat Rödenbeck beobachtet. Besonders in der dunklen Jahreszeit sei es für Kinder schwer, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge richtig einzuschätzen, wenn diese dort „vorbeibrettern“.
 „In allen fünf Klassen habe ich persönlich mit den Eltern gesprochen“, berichtet Rödenbeck, die auch die Einsatzpläne für die Helfer organisiert. „Es ist seit vier Jahren das erste Mal, dass es nicht klappt. Von rund 200 Eltern keine zehn oder zwölf motivieren zu können, – das ist schon traurig“, bedauert sie. Unter den wenigen, die sich bereit erklärt hätten, seien „sogar welche, die gar keine Kinder mehr in der Schule haben“.
 Rödenbeck sieht die Lehrer dabei nicht in der Pflicht. Die Verantwortung liege klar bei den Eltern, die 15 bis 20 Minuten aufzubringen, um die Kinder über die Straße zu geleiten.
 Am Nienstädter Standort ist die Situation ähnlich. Nur sind die Eltern dort aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an B 65 und Bahnhofstraße noch alarmierter. Der Schulelternrat hat an Samtgemeinde, Gemeinde, Landkreisvertreter und Polizei in einem Schreiben sogar mehrere Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrsregelungen gemacht. Gefordert werden längere Fußgängerampelphasen und Zebrastreifen.
 Albrecht Althoff, der als einer von wenigen jeden Donnerstag in Nienstädt als Verkehrshelfer seinen Einsatz hat, gibt zu bedenken, dass die Kinder es oft eilig haben. Die Aufmerksamkeit der Mädchen und Jungen lasse dann nach. Es gelte immer wieder, ein wenig Tempo herauszunehmen.  bab

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