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Keine neuen Schulden, aber zwei neue Ärzte

Samtgemeinde Nienstädt / Ditmar Köritz Keine neuen Schulden, aber zwei neue Ärzte

Bei der Kommunalwahl am bevorstehenden Sonntag wird in der Samtgemeinde Nienstädt auch ein neuer Samtgemeindebürgermeister gewählt. Zwar gibt es nur einen Kandidaten, Ditmar Köritz, doch ein Selbstläufer ist dessen Wahl keineswegs. Mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten müssen Köritz ihre Stimme geben.

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Seinen jetzigen Schreibtisch will Ditmar Köritz nach dem 11. September mit dem des Samtgemeindebürgermeisters tauschen. Alle Hände voll zu tun hat der allgemeine Vertreter Rolf Harmenings jetzt schon.

Quelle: gus

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Deshalb leistet der SPD-Kandidat auch einen engagierten Wahlkampf, um die Bürger zum Urnengang zu bewegen. Die SN listen auf, was sich Köritz für die kommenden acht Jahre – denn so lange dauert die Wahlperiode – vorgenommen hat.

Schulpolitik: Für die Grundschule wünscht sich Köritz ein Ganztagsangebot, in das die jetzigen Hortmitarbeiter integriert werden. Zur Realisierung sollen zusätzlich Landesbedienstete nach Nienstädt beordert werden. Politisch herrscht dabei Konsens. Außerdem gelte es, die IGS Helpsen weiter tatkräftig zu unterstützen. Die Gesamtschule sei ein Glücksfall für die Samtgemeinde. Die freiwillige Leistung der Hortbetreuung soll bestehen bleiben. Dasselbe gilt für die Grundschul-Außenstelle Seggebruch.

Krippenplätze: Zwar ist die Kleinkindbetreuung Gemeindesache, doch hat auch die Verwaltung ein Auge darauf, dass es in der Samtgemeinde ausreichend Plätze für Kinder unter drei Jahren gibt. Ab 2013 müssen Plätze für 35 Prozent aller unter Dreijährigen vorhanden sein, bereits jetzt decken die vier Mitgliedsgemeinden 44 Prozent ab.

Jugendpflege: Um diesen Bereich wird sich zwar im Falle von Köritz’ Wahl dessen Nachfolger als allgemeiner Vertreter kümmern. Aber Köritz betont, dass ihm das Jugendcafé „Madhouse“ und das Jugendparlament weiterhin „eine Herzensangelegenheit“ sein werden.

Finanzen: Als Verwaltungschef würde die Haushaltsführung noch mehr in das Zentrum von Köritz Tätigkeit rücken. Dabei will er in Zukunft wie schon in der jüngeren Vergangenheit ohne Neuverschuldung auskommen. Beim Aufstellen der Etats ist der Samtgemeindebürgermeister aber auf die Zustimmung im Samtgemeinderat angewiesen. Dort arbeitet Köritz seit Jahren gut mit allen drei Fraktionen zusammen. Nicht umsonst haben außer der SPD auch CDU und Grüne die Wahlempfehlung Ditmar Köritz ausgerufen und auf einen Gegenkandidaten verzichtet.

Energieversorgung: Die Gasversorgung über die Samtgemeindewerke und die Energieversorgung Bergkrug (EVB), einer Kooperation mit den Stadtwerken Schaumburg-Lippe, sieht Köritz „gut aufgestellt“. An der Stromversorgung dürfte sich ab 2013, wenn die jetzigen Konzessionsverträge auslaufen, etwas Grundlegendes ändern. Gemeinsam mit sechs weiteren Kommunen in der direkten Nachbarschaft soll ein Verhandlungsverband gegründet werden und nach Möglichkeit Angebote zahlreicher Stromanbieter einholen. Auch Ökostrom sei ein Ziel.

Feuerwehr: Mit dem bereits finanzierten Feuerwehrhausbau in Südhorsten sind die Gebäude zunächst auf einem guten Stand, wobei Köritz mit ständigen Unterhaltungsarbeiten rechnet. Das Anschaffen neuer Feuerwehrautos erfolgt nach einem Beschaffungsplan, den die Verwaltung gemeinsam mit dem Samtgemeindekommando abstimmt. Das Geld stammt aus der Kommunalen Beschaffungs-GmbH, die ihr Kapital wiederum aus Anteilen der Samtgemeinde an der Entsorgungs-Gesellschaft Interargem, am Energiekonzern E.on und an der EVB bezieht. Die Samtgemeinde bezahlt pro Fahrzeug eine Pacht an die Beschaffungs-GmbH.

Kommunale Eigenständigkeit: Die Aufgabenteilung zwischen Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinden bewertet Köritz als gut. Eine Änderung an diesem Konstrukt sei nicht nötig. Interkommunale Zusammenarbeit werde auf mehreren Feldern praktiziert: beim Abwasserverband Gehle-Holpe mit Stadthagen, Niedernwöhren, Sachsenhagen und Bückeburg, beim Betrieb des Kindergartens Bergkrug zwischen den Gemeinden Helpsen und Seggebruch sowie der Samtgemeinde und auch bei den erwähnten Neuerungen in der Stromversorgung. Darüber hinaus bemühe sich die Verwaltung um einheitliche Hebesätze bei den Gemeindesteuern und um einheitliche Kindergartengebühren.

Ärztliche Versorgung: Nach dem Verlust je eines Allgemeinmediziners auf dem Bergkrug und in Sülbeck will Köritz möglichst schnell Ersatz bekommen. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet.

Bürgerbeteiligung: Ein Anrufbus-Systems auf ehrenamtlicher Basis – ähnlich dem in Niedernwöhren – ist eine Neuerung, die Köritz ins Gespräch will. Außerdem beabsichtigt der Kandidat, ein Rats- und Bürgerinformationssystem einzuführen, um die Diskussionen zu Sachthemen der Samtgemeinde und der vier Mitgliedsgemeinden transparenter zu gestalten.

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