Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Osterfeuer-Vorschriften treffen nicht alle

Nienstädt / Ausnahmen Neue Osterfeuer-Vorschriften treffen nicht alle

Eine Extrawurst können sich die Südhorster und die Kirchhorster am Osterfeuer grillen: Während im kommenden Jahr alle anderen Ortschaften der Samtgemeinde Nienstädt mit weniger als 1000 Einwohnern nur ein Osterfeuer ausrichten dürfen, sind es in den beiden Helpser Ortsteilen zwei.

Voriger Artikel
Seniorenfeiern in Nienstädt
Nächster Artikel
Ratsinformationssystem wird im Frühjahr installiert
Quelle: li/Fotolia

Samgemeinde Nienstädt (jcp). Die Entscheidung fiel im Samtgemeinderat denkbar knapp. Nur zwölf Stimmen dafür stachen drei Enthaltungen und zehn Gegenstimmen aus. Den Stein für diese zusätzliche Abstimmung hatte Hinrich Gottschalk (CDU) ins Rollen gebracht. Eigentlich war es, einem Antrag der SPD folgend, um die Neuregelung der Brenntage und in diesem Zusammenhang auch der Osterfeuer gegangen.
Die Sozialdemokraten wünschten sich ihrem Antrag zufolge eine „restriktive Veränderung“ der bislang bestehenden Regeln. Das heißt: weniger Feuer. Unter anderem unterstellen die Genossen in ihrem Antrag, Bürger hätten auf Osterfeuer als „ergänzende Brenntage“ zurückgegriffen und belegten dies mit einer Statistik, die tatsächlich einen deutlichen Anstieg der besagten Feuer in den vergangenen Jahren zeigt.
Die SPD hatte deshalb unter anderem gefordert, keine Genehmigungen mehr für private Osterfeuer zu erteilen und die Osterfeuer im Bereich der Samtgemeinde Nienstädt herunterzuschrauben. Geschehen soll das unter anderem über eine Richtzahl für „Brauchtumsfeuer“, wie sie in niedersächsischen Verwaltungsvorschriften genannt werden. In diesem Zusammenhang schlug die SPD auch vor: zwei Brauchtumsfeuer bei mehr, nur eines bei weniger als 1000 Einwohnern.
An dieser Stelle schaltete sich der aus Helpsen stammende Ratsherr Gottschalk ein und verwies darauf, sowohl in Kirchorsten als auch in Südhorsten gebe es zwei Osterfeuer, und beide seien „Brauchtum“. Deshalb machte sich Gottschalk für eine zusätzliche Abstimmung in dieser Sache stark. Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz akzeptierte die knappe Entscheidung, „auch wenn beide Ortschaften mit den Einwohnern deutlich unter dem liegen, worauf wir uns geeinigt hatten“.

Geänderte Regeln für Feuer

Die „Richtlinien für die Erteilung von Brenngenehmigungen“, auf die sich der Samtgemeinderat geeinigt hat, beinhalten:

  • Einzel-Brenngenehmigungen werden im Frühjahr nur für den zweiten und dritten Sonnabend im April erteilt. Gleiches gilt im Oktober.
  • Brennzeiten sind von 10 bis 18 Uhr.
  • Der Mindestabstand beträgt zu Gebäuden 30 Meter, zur Straße 70 Meter.
  • In Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern wird nur ein Osterfeuer genehmigt. Ausnahmen sind Kirchhorsten und Südhorsten.
  • Werden die Osterfeuer von Vereinen angemeldet, sind diese bei der Genehmigungserteilung zu bevorrechtigen.
  • Osterfeuer werden für den Sonnabend vor Ostern genehmigt und dürfen in der Zeit von 18 bis 24 Uhr abgebrannt werden.
  • Für jede Brenngenehmigung wird eine Gebühr von 15 Euro erhoben.
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg