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Nichts übrig für die Badewonne

Samtgemeinde Nienstädt Nichts übrig für die Badewonne

Kurz und bündig hat der Samtgemeinderat Nienstädt die elf Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil seiner Sitzung abgehakt. Darunter diesmal auch eine Entscheidung zum Hallenbad „Badewonne“ in Nordsehl.

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Quelle: SN

Samtgemeinde Nienstädt. Wie berichtet hat die Samtgemeinde Niedernwöhren ihre Pläne noch einmal korrigiert und will jetzt eine GmbH als 100-prozentige Tochter der Samtgemeinde gründen und das Bad dann für den Betrieb verpachten. Für dieses Vorhaben bittet sie ihre Nachbarkommunen um einen einmaligen Zuschuss.

 Die Nienstädter Ratsmitglieder folgten mehrheitlich der Haltung der Verwaltung und lehnten diese Beteiligung ab. Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz hatte erläutert, dass es keine qualifizierten Erhebungen gebe, aus denen hervorgehe, welche Anzahl der Nordsehler Badegäste aus Nienstädt komme. „Wir können die Zahlen nicht nachvollziehen, schlicht und einfach, weil sie nicht erfasst wurden“, sagte Köritz.

 Aus Sicht der Verwaltung besteht deshalb kein zwingendes öffentliches Interesse an einer Beteiligung. So sei auch die Nutzung des Nordsehler Bades für den Schulsport im vergangenen Jahr eingestellt worden, wie Köritz ausführte. Die Schüler fahren seitdem ins Tropicana nach Stadthagen. Außerdem sieht die Samtgemeinde Nienstädt einen größeren Bezug zum Sonnenbrinkbad in Obernkirchen. Dort ist sie auch finanziell engagiert. An dem Bad ist Nienstädt durch Genossenschaftsanteile beteiligt, wie Köritz in Erinnerung rief. Diese Beteiligung sei vor dem Hintergrund der Besucherströme eingegangen worden. Eine große Anzahl an Gästen komme aus dem Nienstädter Einzugsbereich und auch Ferienspaßkinder und Hortkinder würden dort verkehren. Eine solche Verbindung der Einwohner mit dem Nordsehler Bad werde aber derzeit nicht gesehen.

 Lediglich die Grünen hatten Bedarf, sich bei dem Thema zu Wort zu melden. Fraktionssprecher Jürgen Deventer hält die Bemühungen der Samtgemeinde Niedernwöhren eher für „ein Thema der Bürgermeister“, die dies für ihren Wahlkampf genutzt hätten, was aber kaum eine substanzielle Grundlage sei. „Das Ganze funktioniert nicht, nicht einmal die Gemeinde Nordsehl selbst will sich beteiligen“, erinnerte er an die dortige Abstimmung. Man könne „nicht in ein Unternehmen investieren, von dem man die wirtschaftliche Zukunft nicht kennt“, sagte er vor dem Hintergrund einer „geplanten Investitionssumme von einer Million“. Der Rat lehnte die finanzielle Beteiligung bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen ab. bab

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