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Nienstädt in Alarmbereitschaft

Staatsanwalt ermittel wegen Verdacht auf Brandstiftung Nienstädt in Alarmbereitschaft

Sechs Brände in sechs Tagen hat die Polizei in der Samtgemeinde Nienstädt zu bearbeiten. Da in einigen Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen werden muss, hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Samtgemeinde Nienstädt. „Wir können nicht ausschließen, dass es sich um ein und denselben Täter handelt“, sagt Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig. Ebenso kann die Staatsanwaltschaft aber auch nicht ausschließen, dass die Vorfälle unabhängig voneinander zu betrachten sind. Von einer Serie wollen weder Polizei noch Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt sprechen.

„Es sind Anhaltspunkte einer Straftat vorhanden“, formuliert Matthias Auer vom Kommissariat Bückeburg vorsichtig, dass zumindest in einigen Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen wird und begründet damit die Übergabe an die Staatsanwaltschaft. Auch dieser drängt sich der „zeitliche und örtliche Zusammenhang“ auf, wie Dreißig sagt. Die Behörden raten der Bevölkerung, aufmerksam zu sein und Ungewöhnliches zu melden. Auch Kleinigkeiten könnten von Bedeutung sein.

Dies ist zurzeit auch das einzige Mittel, das Nienstädts Gemeindebrandmeister Dieter Sebode für geboten hält. „Man kann kaum Vorkehrungen treffen, man kann nur alle sensibilisieren, die Augen offenzuhalten. Für die Feuerwehr ist die Häufung der Fälle in dem kurzen Zeitraum ungewöhnlich. „In diesem Intervall ist das sehr extrem“, beurteilt Sebode, dem vor allem die Witterung Sorgen bereitet. Durch die Trockenheit bestehe die große Gefahr, dass die Feuer sich schnell ausbreiten. In zwei der sechs Fällen sei die Situation nur deshalb glimpflich verlaufen, weil Anwohner sofort reagieren konnten.

Begonnen hatte die Häufung von Feuern in der Nacht auf den 7. September. An einem Autohaus im Nienstädter Industriegebiet hatten zwei Gebrauchtwagen gebrannt. Eine Viertelstunde später stand nicht weit davon entfernt ein Holzstapel in Flammen. Die Feuerwehr Kirchhorsten verhinderte ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Häuser. Am Abend desselben Tages gab es einen Brand an einem Auto an der Industriestraße in Nienstädt. Durch das Eingreifen des Besitzers konnte dieser schnell gelöscht und Schlimmeres verhindert werden.
In der Nacht zum Sonnabend ging dann in Sülbeck ein Carport und ein unbewohntes Holzhaus in Flammen auf. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf 100.000 bis 150.000 Euro.

Zwei weitere Brände folgten am Montag. In Stemmen fiel ein Holzschuppen den Flammen zum Opfer und ein Container musste gelöscht werden. Kurz darauf wurden die Einsatzkräfte zur Siedlung Baum in Seggebruch gerufen, wo Strohballen angezündet worden waren. Dort hatte ein Anwohner beherzt eingegriffen und brennende Ballen mit dem Trecker entfernt, sodass sich das Feuer nicht ausbreiten konnte. 

bab

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