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Platzmangel im Hort

Kinderbetreuung Platzmangel im Hort

Die Samtgemeinde Nienstädt ist in einer verzwickten Lage. Der Hort erfreut sich großer Beliebtheit, aber wegen steigender Schülerzahlen herrscht Raumnot. Die von der Verwaltung ins Auge gefasste Lösung, für eine begrenzte Zeit einen Container aufzustellen, scheitert an bürokratischen Vorgaben.

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Die Nachfrage nach Hortbetreuung ist in der Samtgemeinde ungebrochen.

Quelle: dpa Symbolfoto

SAMTGEMEINDE NIENSTÄDT. Der Schulausschuss des Rates der Samtgemeinde hat deshalb über Alternativen gesprochen. Die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen zur Belegungssituation waren einige Tage nach Erstellung der Beschlussvorlage schon Makulatur. Jedenfalls für den Hort-Standort Seggebruch. Dies zeigte, dass die Zahlen immer nur Annahmen sein können. Schul- und Hortleitung sowie die Verwaltung gehen jedoch davon aus, dass im Sommer 2017 mehr Kinder als bisher einen Hortplatz benötigen. „Im Moment sieht es so aus, als würden wir auch mit einer Kleingruppe mit zwölf Plätzen hinkommen“, sagte Verwaltungsvertreterin Sandra Wiechmann.

Der Idee, dafür einen Container am Standort Nienstädt aufzustellen, sei vom Kultusministerium eine Absage erteilt worden, bedauerte Wiechmann. Dies sei laut Ministerium nicht zumutbar. „Dafür kriegen wir keine Betriebserlaubnis.“ Wiechmann schlug aber vor, die Bücherei vorübergehend in den Container zu verlegen und den frei gewordenen Raum für die Hortbetreuung zu nutzen.

Schulleiter Helmut Quander macht sich allerdings ebenfalls Sorgen wegen hoher Schülerzahlen und steht sowohl diesem Vorschlag kritisch gegenüber als auch der Idee, den Musikraum für eine begrenzte Zeit in die Aula zu verlegen. „Das ist keine gute Lösung“, sagte er.

„Wir müssen agieren“

Thomas Busche (CDU) fragte bei derartiger Raumnot danach, ob nicht ein fester Anbau an der Nienstädter Schule eine sinnvollere Lösung sei. Dies hält der Ausschuss für zeitlich nicht umsetzbar bis zum neuen Schuljahr. Außerdem könnten die Schülerzahlen auch wieder sinken. Quander hält an dem Platzbedarf für seine Schule jedoch fest. „Langfristig entwickelt sich die Schule auf die Vierzügigkeit hin“, sagte er. Wegen der Inklusion komme weiterer Raumbedarf hinzu. „Wir müssen agieren“, sagte Daniela Scheibe (SPD). „Natürlich ist ein Container nicht schön“, sagte sie, aber als Schulträger müsse die Samtgemeinde eine Lösung finden.

Ausschussvorsitzender Eberhard Koch (SPD) fasste zusammen und ließ schließlich abstimmen. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die Aufstockung des Hortes um zehn Plätze aus. Bei zwei Enthaltungen empfahl das Gremium außerdem, die Bücherei vorübergehend in einen Container zu verlegen. Sollte es weiteren Platzbedarf geben, könnte ein zweiter Container angemietet werden, denn zum Erstaunen der Ausschussmitglieder dürfen Schulklassen im Gegensatz zu Hortgruppen darin untergebracht werden. Es soll jedoch offen gelassen werden, ob stattdessen in der Schule eine innere Umorganisation erfolgen soll. Quander glaubt, dass langfristig eine Vergrößerung der Nienstädter Schule ins Auge gefasst werden müsse.  bab

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