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Polizei bekommt Verstärkung

Samtgemeinde Nienstädt / Stelle besetzt Polizei bekommt Verstärkung

Nachdem die Stelle zehn Monate unbesetzt war, hat die Polizeistation Nienstädt jetzt wieder eine zweite Mitarbeiterin.

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Sabine König und Ralf Sengutta bilden ab sofort ein Team.

Quelle: kil

Samtgemeinde Nienstädt. Sabine König (37) aus Bückeburg sorgt seit dem 1. Oktober zusammen mit dem Stationsleiter Ralf Sengutta für Sicherheit und Ordnung. Sie ersetzt Uwe Peschel, der zur Polizei nach Bückeburg gewechselt ist.

Im Beisein der Samtgemeinde-Verwaltungsspitzen wurde König offiziell begrüßt. Anders als beim Landarztmangel, erklärte Werner Steding, Leiter des Polizeikommissariats Bückeburg, gibt es bei der Polizei auf dem Land mehr Bewerber als Stellen. Der Reiz besteht seiner Meinung nach vor allem in der Nähe zu den Bürgern. Außerdem seien die Themen eines Dorfpolizisten breit gefächert.

Diese Argumente haben auch König überzeugt, die mit Ehemann und drei Kindern in Bückeburg lebt. Mit 21 Jahren ist sie bei der Polizei eingestiegen. Bis 2008 arbeitete sie bei der Polizeidirektion Hannover und war dort unter anderem im Einsatz- und Streifendienst sowie beim Lage- und Führungszentrum tätig. Anschließend wechselte sie zur Polizeidirektion Göttingen und war zunächst beim Einsatz- und Streifendienst in Bückeburg beschäftigt. 2013 hospitierte sie bei der Obernkirchener Polizeistation, bevor sie sich entschied, nach Nienstädt zu wechseln. „Vor allem das Zwischenmenschliche in einer kleinen Polizeistation reizt mich“, sagte sie.

Die Aufgaben, die nun auf König warten, gehen oftmals über die üblichen Polizeithemen hinaus, erklärt Sengutta. Man müsse immer ein offenes Ohr für die Menschen haben, die mit vielerlei Sorgen die Dienststelle aufsuchten. Manchmal reiche es schon, ihnen zuzuhören, Tipps zu geben, oder sie an die für das Problem zuständige Behörde zu vermitteln. „Sie sind auch Seelsorger und Sorgentelefon“, brachte es Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz auf den Punkt. Darüberhinaus kümmert sich die Polizei im ersten Auftrag um alles „von Nachbarschaftsstreitigkeiten über Unfälle, Verkehrserziehung an Schulen, Ladendiebstähle, Internetkriminalität“ und vieles mehr, so Sengutta.

Jährlich gebe es 200 bis 300 Straftaten, erzählte Steding. Die Aufklärungsquote in Nienstädt sei mit mehr als 70 Prozent sehr gut. Zum Vergleich: Die landesweite Quote lag 2013 bei 61,26 Prozent, die kreisweite bei 63,98.

Steding ist es wichtig, dass die Polizei im Bereich des Kommissariats Bückeburg mit den Stationen in Bad Eilsen, Nienstädt und Obernkirchen flächendeckend präsent ist. Da nicht immer alle Stationen von morgens bis abends besetzt sein könnten, arbeiteten die Beamten auch dienststellenübergreifend, sodass es zu jeder Zeit einen Ansprechpartner gebe. Auch die Zusammenarbeit mit der Kommune ist dem Kommissariatsleiter wichtig, da viele Themen sowohl die Polizei als auch die Gemeinden betreffen. kil

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