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Samtgemeinde- und Stadtwerke fusionieren

Weißer Fleck beseitigt Samtgemeinde- und Stadtwerke fusionieren

Nach monatelangen Verhandlungen ist es jetzt beschlossen: Die Samtgemeindewerke Nienstädt und die Stadtwerke Schaumburg-Lippe (SWSL) verschmelzen – die Fusion gilt rückwirkend zum 1. Januar 2015.

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Auf gute Zusammenarbeit (von links): Jörn Wittkugel, Sandra Wiechmann, Reiner Brombach, Helmut Kirchhöfer und Eduard Hunker feiern die Fusion von Samtgemeinde- und Stadtwerken.

Quelle: kil

Nienstädt/Bückeburg. Die Samtgemeinde tritt den Versorgungsbereich Gas der Samtgemeindewerke und die Beteiligung an der Energieversorgung Bergkrug (EVB), an der die Stadtwerke bereits einen 50-prozentigen Anteil hielten, an die Stadtwerke ab. Dafür wird sie mit vier Prozent an den Stadtwerken beteiligt und erhält Sitz und Stimme im Aufsichtsrat.

 Geschäftsführer Eduard Hunker sprach bei einer Pressekonferenz von „einem Meilenstein für die Entwicklung der Stadtwerke“. Nienstädt sei lange „ein weißer Fleck“ im Herzstück des Versorgungsgebietes gewesen. Durch die Zusammenarbeit ergäben sich erhebliche Synergieeffekte und Vorteile für die rund 1600 Kunden aus der Samtgemeinde Nienstädt, die nun von den Stadtwerken versorgt werden. So könne man neuerdings auch Gas und Strom als Kombipaket anbieten. Insgesamt versorgen die Stadtwerke rund 120000 Menschen. Es gibt sechs Gesellschafter. Das Stammkapital beträgt 6973700 Euro.

 Die Gaspreise für die Kunden würden durch die Fusion „auf jeden Fall nicht teurer“, sagte Sandra Wiechmann, Allgemeine Vertreterin des Nienstädter Samtgemeindebürgermeisters. Die Mitarbeiterin, die in Nienstädt die Energieversorgung betreut hat, wurde von den Stadtwerken übernommen. „Für uns ist mit der Übergabe ein Stück Herzblut verloren gegangen“, gab Wiechmann zu. Aber bei den zunehmenden Regulierungen habe man als kleines Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich agieren können. 1982 ist die Samtgemeinde mit der Gasversorgung in Nienstädt gestartet, 1984 kam die (EVB) für die übrigen Gemeinden dazu.

 Auch Jörn Wittkugel, Werksausschussvorsitzender der Samtgemeindewerke, sprach von einem langen Entscheidungsprozess, der schließlich einstimmig dafür ausfiel, das „Filetstück“ abzugeben. Mit den vier Prozent sei eine verlässliche Einnahme gewährleistet. Ob auch die Wassersparte irgendwann folgen werde, sei offen. „Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das politisch nicht durchsetzbar.“

 Um sich den Nienstädtern vorzustellen, sind zwei Kennenlerntage auf dem Gelände der Samtgemeindeverwaltung Nienstädt geplant. Am Donnerstag, 18. Juni, von 10 bis 17 Uhr, und am Sonnabend, 20. Juni, 10 bis 13 Uhr. Die Mitarbeiter der Stadtwerke sind vor Ort, zudem gibt es Gewinnspiele. Der Erlös von Speisen und Getränken ist für die Jugendfeuerwehr der Samtgemeinde bestimmt. kil

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Nach einem „Beschlussmarathon“ und einem Jahr intensiver Gespräche steht der Übernahme des Versorgungsbereiches Gas der Samtgemeindewerke Nienstädt und der Beteiligung der Samtgemeinde an der Energieversorgung Bergkrug (EVB) durch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe (SWSL) nichts mehr im Weg.

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