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Schnell vor Ort, wenn es brennt

Nienstädt / Feuerwehren Schnell vor Ort, wenn es brennt

Schnelligkeit ist das A und O bei Feuerwehreinsätzen. „Das wird häufig unterschätzt, aber der Zeitfaktor ist das schwierigste Element“, erklärt Gemeindebrandmeister Dieter Sebode. Die Samtgemeinde Nienstädt verfügt über zehn Ortsfeuerwehren mit insgesamt etwa 2100 Mitgliedern. Davon seien nur rund 270 im aktiven Dienst sowie 110 bei den Jugendlichen und 60 bei der Kinderfeuerwehr.

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Zeit ist der wichtigste Faktor: In Notsituationen müssen die Feuerwehren schnell vor Ort sein.

Quelle: tbh

Samtgemeinde Nienstädt (tbh). Das größte Problem sei heutzutage, dass die Feuerwehrleute häufig nicht mehr vor Ort arbeiten würden und dadurch die Tagesverfügbarkeit nicht mehr so gegeben sei wie früher. „In Notfällen müssen wir in zehn Minuten draußen sein“, erläutert Sebode. Einige Nienstädter Feuerwehrleute würden aber zum Beispiel in Hannover und sogar Bremen arbeiten, da sei es eben nicht so schnell möglich vor Ort zu sein, wenn es brenne.
Zu wenige aktive Mitglieder seien auch der Grund für die Fusion der Ortsfeuerwehren Stemmen und Levesen im April vergangenen Jahres, sagt Markus Töpp, der ehemalige kommissarische Ortsbrandmeister in Levesen und stellvertretende Ortsbrandmeister der heutigen Feuerwehr Stemmen-Levesen. „Um besonders tagsüber die Verfügbarkeit zu gewährleisten, braucht eine Ortsfeuerwehr auch nach dem Gesetz mindestens 21 aktive Mitglieder“, so Töpp, der selbst auch hauptberuflich als Feuerwehrmann bei VW in Hannover arbeitet.
Passive Mitglieder gäbe es zwar viele, Mitglieder im aktiven Bereich jedoch nur wenige. Zuletzt soll die Ortsfeuerwehr Levesen lediglich zwölf Feuerwehrleute gezählt haben. „Damit kann man nichts ausrichten“, erläutert Töpp.
Vom Ausbruch eines Brandes bis zum Erkennen vergehen Sebode zufolge im Schnitt schon etwa drei Minuten. Nach dem die Feuerwehr alarmiert worden sei, müssten die Feuerwehrmänner in kürzester Zeit in voller Montur vor Ort sein. „Wenn wir das nicht schnellstmöglich schaffen, kann es schon zu spät sein“, so der Gemeindebrandmeister. In einem verqualmten Raum hätten die Einsatzkräfte erfahrungsgemäß gerade einmal ein Zeitfenster von maximal 15 Minuten zur Rettung von Menschen.
„Bei der Arbeit müssen wir uns blind aufeinander verlassen können“, betont der Gemeindebrandmeister. Daher werde auch gemeinsam mit den anderen Ortsfeuerwehren der Gemeinde für den Ernstfall geübt. Bei Einsätzen müssen die Feuerwehrleute mit jedem verfügbaren Kameraden zusammenarbeiten können.
Momentan sei es jedoch nicht einfach, Nachwuchs zu finden, bedauerte Sebode. Daher seien beispielsweise auch die Kinderfeuerwehren gegründet worden, wo Mädchen und Jungen ab sechs Jahren schon ausprobieren können, ob ihnen die Arbeit der Feuerwehr gefällt.
In der Samtgemeinde gibt es nach Auskunft von Sebode vier Kinder- und neun Jugendfeuerwehren. Im Durchschnitt pendele die Mitgliederzahl bei den Jugendlichen zwischen sechs und zehn. Menschen, die sich erst im Erwachsenenalter für die Feuerwehr interessieren, seien in der Regel selten. Gerade in der heutigen Zeit, wo viele zum Arbeiten oder Studieren in die Großstädte gingen, hätten die Ortsfeuerwehren dringend Nachwuchs nötig. Nur so könnten sie auch weiterhin schnelle Hilfe in Notfällen gewährleisten.

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