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Schnitzel-Streit: Einer denkt an Umbenennung

Samtgemeinden / Debatte Schnitzel-Streit: Einer denkt an Umbenennung

Erst der „Negerkuss“ und jetzt das „Zigeunerschnitzel“ – „Was kommt als Nächstes?“, fragen sich einige Köche und Gastronomen in Lindhorst, Niedernwöhren und Nienstädt. Sie blicken eher kopfschüttelnd auf das Verbot der Stadt Hannover.

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Von Kirsten Elschner. Wie berichtet, dürfen „Zigeunerschnitzel“ in der Landeshauptstadt zwar weiterhin auf den Tisch kommen, sprachlich ist das Schnitzel mit seiner roten Sauce aus Paprika, Pilzen und Co. aber von den Speisekarten der Kantinen verbannt – aus Rücksicht auf Sinti und Roma.

 Im „Alten Krug Niedernwöhren“ bekommt der Gast beim Schnitzelbüfett noch immer den heiß diskutierten Namen serviert. Geschäftsführer Markus Schöttker überlegt allerdings, diesen in Zukunft freiwillig zu ändern.

 Persönlich findet er das Thema zwar nicht so dramatisch, „aber meine Kunden haben mich schon darauf angesprochen“, erzählt er. Diese zeigten sich eher amüsiert über die Schnitzel-Debatte, und auch Schöttker selbst meint: „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Trotzdem betont er: „Ich wil niemandem vor den Kopf stoßen.“

 Mehr Unverständnis äußert Astrid Nordmeyer, Geschäftsführerin des „Sülbecker Krug“. „Wo soll man da anfangen und wo aufhören?“, kommentiert sie das Verbot. Zwar steht das Schnitzel nicht auf ihrer Karte, die Diskussion findet sie dennoch „an den Haaren herbeigezogen“. „Wo soll das enden?“, fragt sie. Gibt es dann bald auch kein Jäger- oder Wienerschnitzel mehr? In der Küche gebe es so viele Namen, die irgendeine Personengruppe oder Nationalität aufgreifen. Das seien eben feststehende Begriffe, die seit Jahrzehnten so im Sprachgebrauch verankert seien. Bei „Zigeunerschnitzel“ wisse einfach „jedes Kind“, was auf dem Teller liegt.

 Auch Reinhard Steege vom „Lindhorster Krug“ verfolgt die Debatte. Obwohl die Gaststätte keine Speisen anbietet, hat er eine klare Meinung zum Thema: „Man sollte den Ball flach halten“, sagt er. Wegen eines Namens eine solche Panik zu machen, sei übertrieben. Wohlmöglich beschwerten sich bald die Leipziger über das „Leipziger Allerlei“. Was hätten diese schließlich mit „Allerlei“ zu tun?

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