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Schulstandort soll bleiben

Samtgemeinde Nienstädt Schulstandort soll bleiben

Der Grundschulstandort Seggebruch soll ab August nur noch zweizügig betrieben werden. Jedenfalls dann, wenn eine Doppelnutzung durch Hort und Grundschule rechtlich nicht möglich sein sollte. Zugleich hat der Samtgemeinderat Nienstädt die Gründung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die die Einführung und das Einsparpotenzial einer Ganztagsschule prüfen soll.

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Die Ratsmitglieder sind sich einige: Der Schulstandort in Seggebruch soll bleiben – zumindest vorerst.

Quelle: kil

Samtgemeinde Nienstädt. Hintergrund ist der hohe Bedarf an Hortplätzen. Darum sollen die Plätze an beiden Standorten (Nienstädt und Seggebruch) aufgestockt werden. Da der neue erste Jahrgang in Seggebruch vermutlich dreizügig ist, reicht der Platz nicht aus, sodass eine Klasse nach Nienstädt fahren sollte. Von 109 wird auf 137 aufgestockt.

Diese Idee fand Nienstädts Schulleiter Helmut Quander allerdings schlecht, weil dadurch wiederum Raumprobleme in Nienstädt entstehen würden. Unter anderem müsste der Musikunterricht umziehen. So empfahl der Schulausschuss schließlich, für Seggebruch eine Doppelnutzung durch Hort und Grundschule beim Kultusministerium zu prüfen. Das Ergebnis steht noch aus.

Daniela Scheibe (SPD) richtete unter dem Motto „kleine Füße, kleine Wege“ den Appell: „Wir müssen den Schulstandort Seggebruch auf jeden Fall erhalten.“ Sonst sei es schwer, die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort für junge Familien zu sichern.

Heinz David (CDU) betonte, dass man eine Doppelnutzung der Räume auf jeden Fall „hartnäckig verfolgen“ sollte, um den Standort zu halten. Und Friedrich Deventer (Grüne) sagte, dass er es nicht nachvollziehen könnte, sollte die Doppelnutzung nicht möglich sein, schließlich sei doch immer und überall von Sparen und Schuldenschnitt die Rede. Zu den längeren Schulwegen räumte er allerdings ein, dass es wohl keinen so großen Unterschied mache, ob Kinder aus Seggebruch nach Nienstädt oder – wie bereits praktiziert – von Südhorsten nach Seggebruch fuhren.

Für Quanders Anregung, die Schulstandorte zum Sommer in Nienstädt zusammenzuführen und dafür den kompletten Hort nach Seggebruch zu verlagern, gibt es nach Ansicht der Verwaltung und Politiker zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit. Zudem müsste dann eine neue Betriebserlaubnis beantragt werden und die Kosten der Beförderung der Hortkinder wären ebenfalls nicht geklärt, heißt es in der Ratsvorlage.

Die Fraktionen im Samtgemeinderat benannten jeweils ein Mitglied für die Arbeitsgruppe zur Prüfung des Ganztagsbetriebes. Zudem sollen dort zwei bis drei Vertreter der Grundschule, einer aus der Samtgemeindeverwaltung sowie Vertreter der beiden Horte mitmischen.  kil

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