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Samtgemeinde Nienstädt Schulumbau nimmt immer konkretere Züge an
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Schulumbau nimmt immer konkretere Züge an
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16:31 11.03.2018
Auf dem Außengelände der Grundschule Nienstädt soll die Mensa separat errichtet werden. Quelle: bab
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Nienstädt

Dafür hat sich der Samtgemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Der Architekt Wolfgang Hein, Geschäftsführer des Planungsbüros „Vision12!“ in Obernkirchen, hat den Mitgliedern des Rates die beiden möglichen Varianten noch einmal vorgestellt.

Hintergrund für die Erweiterung ist die Tatsache, dass in der Schule zurzeit bereits Platznot herrscht, der Inklusion Rechnung getragen werden muss und die Einrichtung perspektivisch zu einer Ganztagsschule umgewandelt werden soll. Außerdem soll ausreichend Platz für die Hortbetreuung geschaffen werden. Der wesentliche Unterschied der beiden Varianten besteht – wie berichtet – darin, dass die Mensa in der von den Politikern favorisierten Version alleinstehend außerhalb des Schulgebäudes angesiedelt ist.

Externe Mensa hat viele Vorteile

Der Rat hat bereits 1,3 Millionen Euro im diesjährigen Haushaltsplan für die Baumaßnahme eingeplant. Dies entspricht ungefähr der Kostenschätzung des Planungsbüros, das rund 1.331.000 Euro dafür ermittelt hat (die alternative Variante würde 1.318.000 Euro kosten). Dennoch warnte Hein davor, sich auf diese Schätzung zu verlassen. „Konjunkturbedingt steigen die Baukosten aktuell sehr stark“, betonte er.

Im Samtgemeinderat sahen die Politiker den Vorteil einer externen Mensa darin, dass diese besser zu bewirtschaften sei und weitere bauliche Anpassungen einfacher umzusetzen wären. Auf die Frage von CDU-Fraktionssprecher Heinz David bestätigte Hein, dass das Potenzial für Erweiterungen bei Variante I gegeben sei, falls die Schülerzahlen steigen. „So ähnlich haben wir das im Schulausschuss auch gesehen“, sagte SPD-Sprecher Eberhard Koch. Auch eine einfachere Anlieferung für die Mensa sei dann möglich. Diese soll laut Hein eine Ausgabeküche bekommen, das Essen werde nicht vor Ort gekocht.

Angst vor einer Kostenexplosion

Sorgen machte sich Friedrich Deventer (Bündnis 90/Die Grünen) über eine Kostenexplosion. „Was ist, wenn bei den Ausschreibungen eklatante Abweichungen herauskommen? Wo ist das Limit?“, fragte er auch nach Zuschüssen für die Erweiterung. Bisher gebe es keine, sagte Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz, der die Kostendiskussion zum jetzigen Zeitpunkt für Spekulation hält.

„Die Finanzierung müssen wir abwarten“, meinte auch Werner Vehling (SPD). Es komme darauf an, was im Bund entschieden werde, sagten Vehling und Köritz. Wenn die 1,3 Millionen Euro nicht komplett benötigt würden, müssten sie auch nicht ausgeschöpft werden. bab

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