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Sorgen um ärztliche Versorgung in Nienstädt

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Von ärztlicher Unterversorgung kann in der Samtgemeinde Nienstädt zwar nicht die Rede sein. Trotzdem häufen sich die Fälle, in denen Patienten in der Praxis abgewiesen werden. Das soll sich nun ändern, auch wenn die Samtgemeinde nicht wie zuletzt als Vermittler auftreten wird.

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Hallenboden ist feucht

Noch gibt es keinen Nachfolger für die Praxis von Dr. Joachim Pentzek am Bergkrug.

Quelle: Symbolfoto, dpa

Samtgemeinde Nienstädt. Zurzeit laufen offensichtlich Hintergrundgespräche, um die hausärztliche Versorgung in der Samtgemeinde Nienstädt zu verbessern beziehungsweise auf dem gewohnten Niveau zu halten. Das hat Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz bei der Sitzung des Samtgemeinderates berichtet. „Ob das gelingt, steht ein bisschen infrage“, dämpfte Köritz allzu hohe Erwartungen. Der Grund für den aktuellen Engpass sei, dass Dr. Joachim Pentzek am Bergkrug nicht mehr praktiziert und es noch keinen Nachfolger für die Praxis gibt.

Noch kein Fall von Unterversorgung

Köritz hatte im Samtgemeinderat berichtet, dass die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) bei dem Gebiet, unter das die Samtgemeinde fällt, noch nicht von einer Unterversorgung spreche. „In dem Gebiet, zu dem wir gehören, gibt es zehn offene Arztsitze“, sagt Köritz. Diejenigen, die sich dort niederlassen wollten, könnten sich allerdings aussuchen, an welchem Ort sie dies tun wollen. Das Gebiet umfasst neben der Samtgemeinde unter anderem auch Stadthagen, Niedernwöhren, Lindhorst, Obernkirchen und Eilsen.

Laut Köritz herrscht in diesem Areal eine ärztliche Versorgung von 86,8 Prozent. Die Kassenärztliche Vereinigung spreche von einer Unterversorgung jedoch erst ab einer Versorgung von 75 Prozent.

Negative Erfahrungen

Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde, der das Thema bei seiner jüngsten Sitzung ebenfalls auf der Tagesordnung hatte, sieht die Lage kritisch. „Ich bin auch abgewiesen worden mit der Erklärung: ,Wir nehmen keine neuen Patienten mehr auf‘“, erzählte Gerhard Kording, Vorsitzender des Seniorenbeirates, von seinen Erfahrungen. Auch er erhofft sich von der Nienstädter Verwaltung Abhilfe durch die aktive Suche nach Medizinern, die sich in der Samtgemeinde niederlassen. „Die Gemeinde ist am Drücker“, teilte er den Mitgliedern des Beirates mit.

Die Verwaltung hatte in der Vergangenheit bereits Erfolg mit ihrem Bemühen, zwei Praxen neu zu besetzen. In Sülbeck war 2015, in Hespe Ende 2016 jeweils ein neuer Mediziner eingezogen. Dabei habe die Samtgemeinde allerdings eine aktive Rolle als Vermieter spielen können, erklärt Köritz auf Nachfrage, da sich beide Gebäude im Eigentum der Samtgemeinde befinden würden. Dies sei nun nicht der Fall. bab

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