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„Wir brauchen Banken und Ärzte“

Blick auf 2017 „Wir brauchen Banken und Ärzte“

Nur wenn es gut läuft, kann die Samtgemeinde ihren Ergebnishaushalt 2017 „geradeso“ ausgleichen. „Viel Spielraum bleibt uns nicht“, sagt Samtgemeindechef Ditmar Köritz im SN-Gespräch. Was Investitionen betrifft, hätten Ersatzbeschaffungen für Feuerwehrfahrzeuge Priorität.

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Nahversorgung im Grundzentrum Nienstädt: Der Penny-Markt ist der einzige Supermarkt in der Gemeinde, die angrenzende Sparkasse die letzte verbliebene Bank.

Quelle: rg

Samtgemeinde Nienstädt. Darüber hinaus steht die Entwicklung der Infrastruktur im Fokus.

Hortbetreuung: Die Zuschüsse für die Hortbetreuung steigen 2017 voraussichtlich auf 330 000 Euro. Köritz: „Eine Erhöhung der Plätze kann nicht unendlich erfolgen.“ Die Samtgemeinde muss Alternativen finden: Eine Lösung könnte eine Begrenzung der Plätze oder ein Anbau sein. Fest stehe: Die Grundschule in Seggebruch soll bleiben. Schon in den Siebzigern habe man sich unter dem Motto „Kleine Füße – kurze Wege“ dafür entschieden. „Das gilt nach wie vor.“

Zu wenig Banken

Nahversorgung: „Wir brauchen Banken und Ärzte in unserer Infrastruktur“, betont Köritz zum Thema Nahversorgung in der Samtgemeinde. Dass die Volksbank in Schaumburg ihre Filiale in Liekwegen zum Jahresende schließen wollte, hat Köritz erst aus der Zeitung erfahren. 2015 hatte schon die Volksbank Hameln-Stadthagen an der B65 ihre Filiale dicht gemacht. Bleiben für die Samtgemeinde noch zwei Sparkassen (in Nienstädt und am Bergkrug) sowie eine Volksbank am Bergkrug. Vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde Nienstädt mit 4600 Einwohnern fast die Hälfte der Samtgemeindebürger ausmache und eines der zwei Grundzentren bilde, sei das zu wenig, sagt Köritz. Onlinebanking „kann den persönlichen Kontakt nicht ersetzen“. Auch was die Lebensmittelversorgung betrifft, gebe es in der Gemeinde Nienstädt nur noch den Penny.

Wenig besser sehe es in der Ärzteversorgung aus. Zwar konnte die Praxis Am Bergkrug kürzlich wieder besetzt werden, und die Erweiterung der Praxis von Stefan Pump in Sülbeck stehe an, dennoch ist Köritz überzeugt: „Das reicht nicht.“ Darum müsse die Ansiedlung neuer Hausärzte dringend weiter verfolgt werden. Möglich sei zum Beispiel, noch einen zweiten Arzt in die Praxis von Liang Wang zu integrieren – schon früher habe es dort eine Gemeinschaftspraxis gegeben, so Köritz.

Umbauten an der Grundschule Nienstädt

Inklusion: „Zum Glück haben wir hier Aufschub bis 2021 bekommen“, sagt Köritz. Denn die nötigen Umbauten an der Grundschule Nienstädt als Inklusionsstandort belasten den Etat der Kommune enorm. Nach der Sanierung des Treppenhauses in zwei Abschnitten stehe noch „der größte Brocken“ an: ein Fahrstuhl, der alle Ebenen miteinander verbindet. Dafür will die Samtgemeinde bis 2018 genug angespart haben. Die erste Kostenschätzung: 200 000 Euro. Insgesamt hält Köritz Inklusion „für den richtigen Weg“, aber an der Umsetzung hapere es. Er zweifelt an, ob allen geholfen ist, wenn ein Förderschullehrer für ein bis zwei Stunden in der Woche kommt, um sich der Kinder mit Förderbedarf anzunehmen.

Einheitsgemeinde:   Nach den Wahlen 2016 haben alle Mitgliedsgemeinden einen Gemeindedirektor, der aus der Samtgemeindeverwaltung kommt. „Diese Nähe zur Verwaltung ist praktisch“, meint Köritz. Ob da nicht die Einheitsgemeinde wieder in den Fokus rückt? „Ich persönlich kann mir das durchaus vorstellen“, meint er. „Es gibt viele Überschneidungen, zum Beispiel beim Hort.“ Aber vor zwei Jahren sei der politische Beschluss eindeutig gegen eine Fusion der Gemeinden gefallen.

Feuerwehren:   Die geringste finanzielle Belastung stellten die Feuerwehrhäuser der zehn Ortsfeuerwehren dar, ins Geld gingen vielmehr die Fahrzeuge, sagt Köritz. Vor fünf Jahren sei auf Samtgemeindeebene eine Ausrück- und Ausstattungsordnung erstellt worden. Diese bedeute Reduzierung und zugleich Optimierung. Jede Ortsfeuerwehr sei von der Ausrüstung her für eine besondere Aufgabe gerüstet, weshalb bei Notfällen auch eine Kette und nicht einzelne Wehren alarmiert würden. „Fusionen unterstützen wir, erzwingen sie aber nicht“, betont der Verwaltungschef. kil

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