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18 Fragen an Bürgermeister Wittkugel

Mehrgenerationenhaus 18 Fragen an Bürgermeister Wittkugel

Einen ungewöhnlich hohen Zulauf hat die Sprechstunde des Bürgermeisters Jörn Wittkugel am Dienstag erfahren. Knapp 40 Einwohner, die sich zur Bürgerinitiative (BI) Seggebruch zusammengeschlossen haben, legten Wittkugel einen Katalog mit 18 Fragen zum geplanten Bau des Mehrgenerationenhauses vor.

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Auf dem Grundstück an der Ecke Cronsbruchstraße/In den Zäunen (unten links) soll nach dem Willen des Vereins Mehrgenerationenhaus Bückeburg und der Samtgemeinde Seggebruch ein Gebäudekomplex mit Mietwohnungen entstehen.

Quelle: rg

Seggebruch. „Wir sind nicht generell gegen das Projekt, aber wir wollen beteiligt und informiert werden“, erklärte BI-Sprecher Fabian Killer. Die Initiative kritisiert, dass die Einwohner erst durch den SN-Bericht vom 31. Oktober davon erfahren haben, dass das Projekt in Seggebruch realisiert werden soll. Nach Ansicht des Gemeinderates ist das Projekt eine Aufwertung für den Ort. Es bringe neue Einwohner und sorge für eine Verbesserung der Infrastruktur.

Gemeindedirektor Dietmar Köritz erklärte, dass bereits im Frühjahr Gespräche zur Realisierung des Projektes geführt worden seien. Dies bestätigte den Eindruck der BI, dass der Gemeinderat das Thema absichtlich aus dem Kommunalwahlkampf herausgehalten habe, um keine Stimmverluste zu riskieren. Zudem wundert sich die BI: „Wie kann man so etwas beschließen, ohne die Interessen der Bevölkerung abzufragen?“

Kritik an der Informationspolitik

Die Kritik richtet sich unter anderem an die Informationspolitik der Gemeinde und die Finanzierung des Grundstückserwerbs. Wittkugel, der von der Menge seines Besuchs sichtlich überrascht war, konnte keine für die BI zufriedenstellenden Antworten liefern. „Bekennen Sie doch mal Farbe“, forderte Killer ihn heraus. Wittkugel berief sich jedoch darauf, dass Grundstücksangelegenheiten laut niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetz nicht-öffentlich verhandelt werden müssen. Weil der Vorvertrag über eine Kaufoption für das Grundstück erst am 30. September geschlossen worden sei, habe die Gemeinde nicht eher über das Projekt informiert werden können.

Auf die Frage, ob Wittkugel das Projekt auch gegen den Widerstand der Gemeinde durchsetzen würde, entgegnete er: „Wer ist denn die Gemeinde? Die Gemeinde besteht aus mehr als 35 Leuten, die jetzt hier sitzen.“ Im Nachgang der Fragestunde ruderte er jedoch zurück: „Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst und wollen so schnell wie möglich eine Informationsveranstaltung durchführen.“

Manuela Tarbiat-Wündsch, Vorsitzende des Vereins Mehrgenerationenhaus Bückeburg, kann die BI-Kritik nicht nachvollziehen. Sie verweist auf die Website des Vereins, auf der regelmäßig neue Informationen zum Projektstand veröffentlicht werden. Noch nicht gesicherte Informationen wolle sie nicht herausgeben, um potenzielle Bewohner nicht zu enttäuschen.

Die BI trifft sich am Montag, 14. November, um 19.30 Uhr im Seggebrucher Feuerwehrhaus, um weitere Schritte zu beraten und die Initiative offiziell zu gründen. lkl

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