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Seggebruch 30 Jahre auf dem richtigen Weg
Schaumburg Nienstädt Seggebruch 30 Jahre auf dem richtigen Weg
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17:30 10.06.2018
Quelle: geb
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Seggebruch

Ihren 30. Geburtstag feierte die Kita Bergkrug mit rund 350 Gästen und buntem Programm. „Damals haben wir mit zwei Erzieherinnen und zwei Spielkreishelferinnen angefangen“, erinnert sich Sabine Hage, die die Einrichtung seit Beginn leitet.

Erste Schritte zum integrativen Ansatz wagte die Kita 2004. „Nachdem die Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf an uns herangetreten sind, haben wir angefangen, Heilpädagogen zu suchen und unser Konzept gemeinsam mit dem Landkreis auf den Weg gebracht“, sagt Hage. 2012 startete die erste, 2014 die zweite Integrationsgruppe am Bergkrug. Die gute Vernetzung mit lokalen Akteuren wie Banken und Kirche und die gegenseitige Hilfe auf dem Land habe den Start erleichtert.

Viele Nationen unter einem Dach

Es war wohl die richtige Weichenstellung. „Wir konnten später alle Kinder ganz normal in den Grundschulen einschulen“, sagt Hage. Steter Wandel und neue Anforderungen erweiterten das Kita-Konzept. Ganztagsbetreuung, Beobachtungsbögen, Schulvorbereitung, Sprachförderung und einen damit verbundenen hohen Verwaltungsaufwand müssen die aktuell 17 Kräfte, davon drei Heilpädagoginnen, stemmen. Geschätzte sieben Nationen kommen mittlerweile unter dem Dach der Kita zusammen.

Verstärkung durch männliche Erzieher werde zwar immer wieder gesucht, diese würden aber Heime oder Horte als Arbeitgeber vorziehen. „Es ist anspruchsvoller geworden“, resümiert Hage. Die Zeiten, in denen sich die Erzieherinnen einfach mit den Kindern in den Sandkasten setzen konnten, seien vorbei. „Die Kinder haben aber mehr davon. Sie werden besser gefördert, wenn so viele Leute an einem Strang ziehen und auch andere Sichtweisen mit einbringen“, meint die Leiterin.

Trachtentanz und Treckerfahrten

Das Sommerfest ließ jedenfalls kaum Wünsche offen. Die Trachtengruppe Seggebruch und die jungen Mädels der beiden Tanzgruppen des Turnverein Bergkrug fegten mit ihren Choreografien über den Hof. Als Treckerfahrer im Karussell, Brandbekämpfer mit der Spritze der Feuerwehr Hespe oder künstlerisch am Mosaik konnten sich die Kleinen außerdem selbst versuchen.

Die Erzieherinnen amüsierten mit einem selbst vorbereiteten Kaspertheater und auch bei Ballonkünstler, Zauberer oder beim Kinderschminken mit Fotoecke gab es keine ruhige Minute. Für die nötige Abkühlung zwischendurch sorgte Eisbär „Eisi“ mit kalten Leckereien am Stil. geb

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