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Feuerwehr feiert neues Fahrzeug

Lf 10 ersetzt den „Bomber" Feuerwehr feiert neues Fahrzeug

Nach 40-monatiger Wartezeit ist es so weit: Die Feuerwehr Schierneichen-Deinsen-Baum hat endlich ihr neues Fahrzeug, ein LF10, entgegennehmen können. Zugleich haben die Kameraden ihren „alten Tanker“ in den Ruhestand geschickt.

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„Frische Brise“ im Kirchenschiff

Dietmar Köritz (von rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel an den scheidenden Ortsbrandmeister Michael Pusch und Gemeindebrandmeister Dieter Sebode.

Quelle: kil

Schierneichen. In feierlicher Runde im Kreise von Feuerwehr und Gästen hat Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz der Ortsfeuerwehr den symbolischen Schlüssel überreicht. 

Der Tanker, innerhalb der Feuerwehr auch „Bomber“ genannt, wurde nach 30 Jahren bei der Bundeswehr „umgemustert“, rot lackiert und den Brandschützern kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wer geht zuerst in den Ruhestand?

„Das war wie ein Sechser im Lotto.“ In Schierneichen war das Auto dann weitere 30 Jahre im Einsatz“, schilderte Köritz. „Schon von Weitem war zu hören, wenn der alte Tanker kam.“ Der Verwaltungschef erinnert sich noch daran, dass oft darüber gescherzt wurde, wer wohl zuerst in den Ruhestand gehen werde: der Tanker oder der Bürgermeister? Diese Frage sei nun zweifelsfrei geklärt.

Im Tausch für das neue Löschfahrzeug werden zwei ausgediente alte Fahrzeuge (ein TSF und ein TLF) außer Dienst gestellt. Der Weg der Neubeschaffung war steinig, wie in den Redebeiträgen mehrfach deutlich wurde.

Ditmar Köritz gratuliert Réne Beissner, der als Ortsbrandmeister die Nachfolge von Michael Pusch antreten wird. Foto: kil

Dirk Pörtner, stellvertretender Gemeindebrandmeister, sprach von einem „Abenteuer“. Die erste Ausschreibung war 2015 erfolgt. Dabei wurde nur ein Angebot eingereicht. Es folgte eine Ausschreibung über die Kommunale Beschaffungs-GmbH – ohne Ergebnis. Außerdem musste ab einer Auftragssumme über 200.000 Euro eine europäische Ausschreibung durchgeführt werden.

„Und wer bekam schließlich den Auftrag?“, fragte Köritz schmunzelnd. „Die Firma, die 2015 das einzige Angebot abgegeben hatte.“ Das neue Löschfahrzeug kostete rund 245.000 Euro. Der Landkreis gab einen Zuschuss von 25.000 Euro.

Fahrzeug mit wenig Schnick-Schnack

Noch hatte das neue Auto keinen Einsatz in Schierneichen. Die Feuerwehr hat sich aber schon intensiv mit dem Fahrzeug vertraut gemacht. „Es hat einen großen Wassertank“, schilderte Pörtner. Zudem einen Schaumwerfer und Allrad – „darüber hinaus wenig Schnick-Schnack“.

Pastor Angelus Meyer verglich die Anschaffung des LF10 in seinem Grußwort mit einer „Brautschau“. Zuerst überlegt man sich, wie sie ausschauen soll. Dann schaut man sich auf dem Markt um. Da gibts nur eine.

„Bis dass der Rost euch scheidet"

Also schaut man sich in ganz Europa um, um festzustellen, dass man doch die Erste heiraten wird. Man heirate standesamtlich, lernt sich erst mal kennen und dann kommt „die richtige Trauung – bis dass der Rost euch scheidet“.

Seinen Segen gab er den Feuerwehrkameraden, die mit dem Fahrzeug unterwegs sein werden. „Wir taufen und segnen nämlich nur Menschen, keine Fahrzeuge.“  kil

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