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Junges Leben in alten Trachten

70. Echtorfer Erntefest Junges Leben in alten Trachten

In Sachen Traditionspflege macht den Echtorfern keiner etwas vor. Seit 70 Jahren feiern sie das Erntefest mit ihren Gästen ohne Unterbrechung.

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Auch in der heißen Mittagssonne sind die Dorfjugendgruppen aus allen umliegenden Gemeinden gestern stilecht in Bückeburger Festtracht oder Schaumburger Alltagstracht gekleidet. Beim Zwischenstopp am Helpsener Kreisaltenzentrum führen sie ihre traditionellen Tanzkreise. Die Jüngsten stehen dabei den Älteren in nichts nach. geb

Quelle: geb

TALLENSEN/ECHTORF.. Auch am Ablauf und den traditionellen Trachten hat sich in all den Jahrzehnten nicht viel geändert.

Schon am Haus der Erntebauern Sylke und Michael Bautz am Fuchsacker formierten sich die 15 Dorfjugendgruppen, ergänzt durch einige andere Vereine und führten in den unterschiedlichen Trachten die traditionellen Tänze zur Musik der Schaumburger Trachtenkapelle auf.

„In diesem Jahr haben wir 28 Tanzkreise zusammenbekommen. Die Trachtenkapelle gehört bei uns mittlerweile schon zum Inventar“, so Steven Lange, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft.

Der erste Marsch ging in Richtung Festwagen. 21 dekorierte Anhänger mit Trecker standen bereit, um jeweils etwa 20 Leute mit viel Partymusik und ein paar kühlen Getränken in Richtung Kreisaltenzentrum Schaumburg in Helpsen zu befördern.

Alltags- und Festtagstracht

Der Umzug hatte sich kaum in Bewegung gesetzt, da schwankten schon einige der Wagen unter den feiernden Fahrgästen. Der oder die eine oder andere huschte unterwegs auch schnell mal ins Feld für gewisse Bedürfnisse.

Am Altenzentrum hatten sich schon die ersten Senioren die besten Plätze für das Schauspiel gesichert. Mit feierlichem Einzug und Tanzdarbietung konnten die Trachtentänzer den ganzen Vorplatz der Einrichtung ausfüllen.

Die Herren der Gastgeber traten in der barock-anmutenden Bückeburger Festtagstracht mit weißem Gehrock, schwarzer Weste, Kniebundhose und weißen Strümpfen auf.

Die zugereisten Dorfjugendlichen begnügten sich mit der Alltagstracht, manche kamen in Straßenkleidung mit kariertem Hemd. Auch an Jugendlichen mit bunt gefärbter Haarpracht störte sich niemand.

Übereifrige Jugendarbeit scheint kaum nötig zu sein, um Reihen in dem bunten Treiben zu schließen. „Wir wachsen hier alle in die Dorfgemeinschaft hinein“, meinte Lange. Die jüngsten Teilnehmer seien gerade einmal fünf Jahre alt.

Für den Abschluss des Erntefestwochenendes warteten schon die „Alten vom Spielmannszug Meinsen/Warber“ im Festzelt in Tallensen, wo sich ihr Publikum bei Kaffee und Kuchen vergnügte. geb

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